EHC-Erfolg: Münchner Sixpack ins eisige Glück

Der EHC Red Bull München fertigt den EV Zug in deren Halle mit 6:1 ab und steht damit nun im Achtelfinale der Champions Hockey League. "Ich bin unfassbar stolz auf die Jungs", sagt Coach Jackson.
| Matthias Kerber
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"Spiele wie dieses schweißen die Mannschaft noch enger zusammen", sagt Trainer Don Jackson nach dem 6:1-Sieg des EHC in der Champions League beim EV Zug.
"Spiele wie dieses schweißen die Mannschaft noch enger zusammen", sagt Trainer Don Jackson nach dem 6:1-Sieg des EHC in der Champions League beim EV Zug. © EHC Red Bull München / City-Press GmbH

Zug - Die Blicke gingen immer wieder zur Anzeigetafel hoch. Die der Spieler und Trainer des EHC Red Bull München, weil sie die Sekunden bis zur Schlusssirene herunterzählten - und die der Fans des EV Zug (sofern sie nicht schon die Halle verlassen hatten), weil sie so gar nicht glauben wollten oder konnten, was da stand: 1:6!

Eine Demontage, eine Vorführung für den Schweizer Topklub in der Champions Hockey League CHL, der zugleich das Aus in der europäischen Eishockey-Königsklasse bedeutete.

Tiffels: "Jeder hat Vollgas gegeben"

Beim Showdown in der Schweiz hatte der EHC seine Sechsschüssige vollkommen entleert. Bastian Eckl hatte den EHC bereits in der 3. Minute in Führung gebracht, dem Ausgleich durch Jan Kovar (14.) folgten die Treffer durch Frederik Tiffels (25.), Justin Schütz (31.), Philip Gogulla (42.), erneut Schütz (55.), Elias Lindner (55.) und Yannic Seidenberg (60.). Was für eine Revanche für die bittere 3:4-Pleite vor einer Woche in der eigenen Halle, als die Red Bulls mit kapitalen Fehlern den Sieg in der Schlussphase noch aus der Hand gegeben hatten.

Das Münchner Sixpack ins eisige Glück. "Jeder hat Vollgas gegeben. Wir sind auch unter anderem deshalb verdient im Achtelfinale, weil wir geiles Eishockey gezeigt haben", sagte Nationalspieler Tiffels - mit fünf Toren und fünf Assists im Moment Topscorer der CHL - nach dem Sieg, der ein Scheitern der Münchner bereits in der Gruppenphase verhinderte und dem EHC den Einzug ins Achtelfinale (Auslosung am Freitag um 12 Uhr) bescherte. Die Achtelfinals finden am 16./17. (Hinspiel) sowie am 23./24. (Rückspiel) November statt.

Coach Jackson regt La-Ola-Welle selbst an

Ein denkwürdiger Abend. So denkwürdig, dass Coach Don Jackson, mit acht Titeln der mit Abstand erfolgreichste Trainer der DEL-Historie, jegliche Stoik und vornehme Zurückhaltung abstreifte und die La-Ola-Welle vor der Münchner Fankurve höchstselbst anregte.

"Ich bin unfassbar stolz auf die Jungs. Ich bin sehr, sehr froh und glücklich", sagte Jackson: "Die Einstellung war von der ersten Sekunde an einfach nur super. Jeder im Team hat seinen Teil zu diesem für uns so enorm wichtigen Sieg beigetragen. Spiele wie dieses schweißen die Mannschaft noch enger zusammen."

Ein Déjà-Vu

Es hatte etwas von Déjà-vu an diesem 13. Oktober 2021. Vor drei Jahren standen die Münchner in der CHL schon einmal mit dem Rücken zur Eiswand. Es war das Achtelfinale in der Champions League der Saison 2018/19. Auch damals musste der EHC beim EV Zug unbedingt in regulärer Spielzeit gewinnen, um weiter zu kommen, auch damals hatten die Eidgenossen on Ice das Hinspiel in München gewonnen (3:2), auch damals setzte sich der EHC dann in der Ferne durch (2:0) und kam eine Runde weiter. Damals schaffte es das Jackson-Team sogar bis ins Finale, musste sich dort erst dem schwedischen Spitzenklub Frölunda Indians geschlagen geben (1:3).

Und auch für dieses Jahr hat Jackson als eines seiner - gewohnt hohen - Saisonziele ausgegeben, in der Champions League zu triumphieren. "Wir wollen diesen Titel holen, wir wollen das beste Team in Europa sein", sagte Tiffels, "das ist - und bleibt - unser Ziel."

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