Die Unterschiedmacher: Auf sechs EHC-Stars kommt es in den Playoffs an

Die Tormaschine des EHC Red Bull München trifft im Playoff-Viertelfinale auf den ERC Ingolstadt. Auf wen wird es in diesem bayerischen Derby besonders ankommen? Ein Check der AZ.
| Matthias Kerber, mroe
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Die Leistunsgträger des EHC für das Viertelfinale der Playoffs? Die AZ macht den Check.
Die Leistunsgträger des EHC für das Viertelfinale der Playoffs? Die AZ macht den Check. © EHC Red Bull München / City-Press GmbH

München - Es ist die Zeit des Jahres in der Winter/Frühlings-Märchen geschrieben und Eishockey-Helden geboren werden: die Playoffs, der direkte Weg zum Eishockey-Thron, zur DEL-Krone beginnt für den EHC Red Bull München, den Meister der Jahre 2016, 2017 und 2018, mit dem Viertelfinal-Heimspiel in der Best-of-three-Serie am Dienstag (20.30 Uhr) im bayerischen Derby gegen den ERC Ingolstadt.

EHC-Coach Jackson ist der erfolgreichste Trainer der DEL-Historie

Der EHC hat seine letzten zehn Spiele dahoam alle siegreich gestaltet. "Unser Ziel ist es, das erste Spiel zu gewinnen, das ist unser Leben, damit verdienen wir auch unseren Lebensunterhalt", sagte Münchens Coach Don Jackson, mit acht Meistertiteln der mit Abstand erfolgreichste Coach der DEL-Historie. "Wir halten zuletzt den Druck sehr, sehr hoch - dann fallen auch irgendwann die Tore." In dieser Saison fielen gleich 159 davon, die Münchner Tormaschine rollte, die zweitbeste Offensive - die Eisbären Berlin - brachten es gerade mal auf 137 Treffer, Platz vier geht an Viertelfinalgegner Ingolstadt (122).

"Wer mir hingegen wirklich Angst macht, ist der EHC Red Bull München. Seit der 3:8-Niederlage in Iserlohn Ende März stehen die auf einmal wieder defensiv gut, spielen ihr Eishockey à la Don Jackson und knallen jeden Gegner aus der Halle. Ich habe vor den Münchnern Riesenrespekt, weil die zum perfekten Zeitpunkt in der besten Form sind", sagt Ex-DEL-Keeper Patrick Ehelechner der als Experte bei Magentasport arbeitet: "Wenn man die Form betrachtet, ist für mich München der heißeste Kandidat auf den Titel."

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Schlüsselspieler des EHC München

Damit die Favoritenrolle sich auch wirklich im Titelgewinn niederschlägt, kommt es beim EHC besonders auf einige Schlüsselspieler an, speziell, da die Saison für Kapitän Patrick Hager nach einer Knöchel-OP bereits vorbei ist.

Danny aus den Birken: Torhüter von EHC München.
Danny aus den Birken: Torhüter von EHC München. © Tobias Hase/Archivbild/dpa

Danny aus den Birken: Der 36-jährige Goalie kehrte erst in der Saison nach einer monatelangen Verletzungspause zurück und hat zuletzt zu seiner Form zurückgefunden, die ihn bei den Titelgewinnen 2017 und 2018 zu einem der Erfolgsgaranten gemacht hat. Seine Rückkehr gibt dem EHC Rückhalt und Stabilität, auch wenn seine Fangquote von 91,9 Prozent und der Gegentorschnitt von 2,33 Liga-Mittelwert ist. Auch Kevin Reich (90,8 Prozent, 2,55 Gegentore) spielt eine sehr solide Saison.

Seidenberg, Redmond und Aulie: Starke Verteidiger

Yannic Seidenberg/Zach Redmond: Die beiden Verteidiger sorgen auch immer für gewaltigen Druck nach vorne, sind gerade auch im Powerplay wichtig. Ex-Stürmer Seidenberg ist der torgefährlichste Verteidiger der DEL (neun Tore), hat zudem die mit Abstand beste Plus/Minus-Statistik (wann steht man bei eigenen Toren beziehungsweise Treffern des Gegners auf dem Eis) der Liga (plus 25). Offensivverteidiger Redmond erzielte acht Tore selber, bereitete zudem 25 weitere Treffer vor, er ist damit der beste Scorer unter allen DEL-Verteidigern.

Stürmer Chris Bourque (l.) umarmt Verteidiger Zach Redmond.
Stürmer Chris Bourque (l.) umarmt Verteidiger Zach Redmond. © EHC Red Bull München / City-Press

Keith Aulie: Der beinharte Verteidiger und Eiskoloss (1,98 Meter/110 Kilo) sorgt dafür, dass der Gegner sich nicht zu viele Unsportlichkeiten erlaubt. Seine Checks sind in der gesamten Liga gefürchtet, sollte es Ärger geben, nimmt er sich die härtesten Gegner zur breiten Brust. Aulie ist besonders motiviert, nach dem überraschenden Tod seiner Mutter ist er erst, im April zum Team zurückgekehrt und will den Pokal für "meine Mama" holen, wie er der AZ sagte.

Keith Aulie.
Keith Aulie. © imago images / GEPA pictures

Tormaschine Parkes: Bester Torschütze der Hauptrunde

Trevor Parkes: Der Kanadier bezeichnet sich selber als Müllmann auf dem Eis. Der 29-Jährige ist nicht der größte Ästhet auf dem Eis, aber er trifft - und trifft und trifft. Egal, ob er Schläger, Knie, Bein. Fuß, was auch immer dazwischen bringt, Parkes ist eine Tormaschine und Gegner bringen ihn einfach nicht aus der Zone vor dem Kasten raus. Mit 23 Treffern ist er der beste Torschütze der Hauptrunde.

EHC-Torschütze Trevor Parkes (l.) feiert mit Yannic Seidenberg.
EHC-Torschütze Trevor Parkes (l.) feiert mit Yannic Seidenberg. © Uwe Anspach/dpa/dpa

Chris Bourque: Der Sohn von NHL-Legende Ray Bourque ist der Vorbereiter-König des EHC. 35 Mal ließ er die Mitspieler als Torschützen glänzen, sieben Mal traf er selber. Er kann das Tempo eines Spiels diktieren, verzögern oder überfallartig schnell machen. Ein Mann für die besonderen Momente.

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