Die Dominik-Kahun-Show

Der 19-jährige Jungstar des EHC Red Bull München erzielt im Derby gegen Augsburg den Siegtreffer – sein erstes Tor in der DEL. „Ein unglaubliches Gefühl!“
| Matthias Kerber
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Schoss im Derby ggen Augsburg sein erstes DEL-Tor: EHC-Stürmer Domini Kahun.
GEPA pictures/ho Schoss im Derby ggen Augsburg sein erstes DEL-Tor: EHC-Stürmer Domini Kahun.

Augsburg -  Das erste Tor in der DEL ist immer was Besonderes. Aber dann noch im Derby der Erzrivalen Augsburg und München? Und zudem der Siegtreffer? Dominik Kahun, dem Jungstar des EHC Red Bull München, ist genau das gelungen. Es waren 46:40 Minuten gespielt, als der 19-Jährige mit der Rückhand Augsburgs Weltmeister-Keeper Chris Mason zum 3:1 überwand (Endstand 3:2). „Ein unglaubliches Gefühl“, sagte Kahun, der nun zwölf Partien in der höchsten deutschen Spielklasse bestritten hat, „ich bin sehr glücklich, dass wir das heißeste Derby der DEL gewonnen haben.“

Ein Zaubertor des Rohdiamanten (Manager Christian Winkler über Kahun), die Kahun-Show! Da gab es auch Lob von Coach Don Jackson, der zu Saisonbeginn noch auf die Dienste (und das Können) von Kahun verzichtet hatte. „Das war ein sehr, sehr schönes Tor.“

Mit dem Tor machte der Youngster das Wochenende für den EHC perfekt, der schon am Freitag die Iserlohn Roosters in eigener Halle 8:1 vom Eis gefegt hatte. Das war Rock ‘n’ Roll on Ice vor den Augen der Band von Rock-Legende Slash (früher Guns ‘N’ Roses), die vor dem Auftritt in München beim EHC zu Gast war. Drummer Brent Fritz trat sogar beim Konzert im Red-Bull-Trikot von Richie Regehr (Nr. 49) auf.

Der im tschechischen Planá u Mariánskch Lázní geborene Kahun strotzt vor Selbstbewusstsein, ist zweifellos eines der größten deutschen Talente. Bereits mit 17 wechselte er nach Nordamerika, spielte er für die Sudbury Wolves in der Juniorenliga Ontario League. Im April 2014 debütierte er für die deutsche Nationalmannschaft. „Er ist ein Spieler, der eine große Zukunft haben kann“, sagte Bundestrainer Pat Cortina, „vieles von dem, was ich gesehen habe, hat mich beeindruckt.“ Als er aber beim EHC anfangs nicht zum Zug kam, sondern mit einer Förderlizenz in der DEL2 für Riessersee spielte (und dort zum Spieler des Monats gewählt wurde), war Kahun extrem unzufrieden. Zusammen mit seinem Vater und dem Manager setzte er sich mit den EHC-Bossen zusammen. Er wollte spielen – oder sein Glück woanders versuchen. Es wurde über einen Wechsel diskutiert. Alles vergessen. Jackson setzt regelmäßig auf ihn, auf die Kahun-Show.   

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