Der Umbruch beim EHC München beginnt

Der EHC sortiert Kathan, Wichert und Cespiva aus. Damit stehen schon fünf Abgänge fest. Für viele andere Spieler bleibt die Zukunft noch ungewiss.
| Matthias Kerber
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Christian Wichert ist einer der EHC-Abgänge.
sampics Christian Wichert ist einer der EHC-Abgänge.

MÜNCHEN ...und raus bist du! Der Umbruch beim EHC München, der zum 1. Mai völlig vom österreichischen Getränkehersteller Red Bull übernommen wird, hat begonnen. Und er fordert seine ersten Opfer. In der vergangenen Woche haben Noch-Coach Pat Cortina, der sich ab Mai gänzlich auf sein Amt als Bundestrainer konzentriert, und Manager Christian Winkler mit jedem Spieler Einzelgespräche geführt und die Saison, die mit dem erneuten Nichtereichen der Playoffs enttäuschend endete, analysiert.


Das Ergebnis: Für Klaus Kathan, Christian Wichert, und David Cespiva ist die Zeit in München beendet. Da Verteidiger Sören Sturm nach Straubing wechselt – und Martin Buchwieser seine Ausstiegsklausel gezogen hat und in Mannheim anheuert, stehen nun fünf Abgänge fest. Verträge für die kommende Saison haben bisher: Jochen Reimer, Felix Petermann, Uli Maurer und Martin Hinterstocker.


„Kathan war mit seiner enormen Erfahrung für unser Team extrem wichtig”, sagt Manager Winkler über den 36-Jährigen, „es ist sehr schade, dass er nicht ein paar Jahre jünger ist.” Kathan, der mit 225 Toren der dritterfolgreichste Torschütze in der DEL-Geschichte ist, wird in der Oberliga bei seinem Heimatklub, den Tölzer Löwen anheuern. „Unterschrieben ist nichts, aber es sieht gut aus”, sagt Kathan, der mit 935 Spielen auch die drittmeisten Partien in der DEL bestritten hat. Kathan: „Es hat viel Spaß gemacht beim EHC, wir waren eine bayerische Mannschaft. Jetzt ist das Kapitel für mich beendet. Aber ich werde dem EHC verbunden bleiben.”


Auch Wichert muss gehen. Der gebürtige Münchner spielte seit 2008 beim EHC. „Christian hatte maßgeblichen Anteil am Aufstieg des EHC in die DEL. Ich wünsche ihnen nur das Beste für die private und sportliche Zukunft”, sagte Winkler. Wichert hatte zuletzt nicht die erhoffte Entwicklung gemacht. Sein Spiel blieb stets zu körperlos.


Verteidiger Cespiva hat wiederum das Kunststück vollbracht, in zwei Jahren beim EHC nicht ein Tor zu erzielen (letztes DEL-Tor 2008!). Schon zu Saisonbeginn stand er vor dem Rauswurf, als er als einziger EHCler durch zwei Fitnesstests fiel. Winkler: „Wir wünschen David alles Gute. Bei allen anderen Spielern ist noch keine finale Entscheidung gefallen.”


Drei müssen gehen, dafür ist man sich mit den Nationalspielern Yannic Seidenberg (Mannheim) und Alexander Barta (Malmö) so gut wie einig. Und da gibt’s die nächste Neuerung. Wie die AZ erfuhr, werden die Spieler in Zukunft nicht mehr die im Eishockey üblichen Neun-Monats-Verträge erhalten, sondern für zwölf Monate an den Verein gebunden. Dies hat Red Bull schon beim EC Salzburg praktiziert, das Konzept wird auch in München übertragen. Die Spieler werden das gesamte Jahr in München bleiben und nicht mehr in der Sommerpause monatelang in die Heimat düsen. Winkler bestätigt: „Ja, das ist korrekt.”

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