DEL-Playoffs 2017: EHC Red Bull München verteidigt Meisterschaft

Mit einem 4:0-Sieg über Wolfsburg holt sich der EHC Red Bull München den zweiten Meistertitel in Folge. "Unglaublich geil, ich finde kaum Worte", sagt Abeltshauser nach der Zeremonie in drei Akten.
| Matthias Kerber
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Der EHC Red Bull München verteidigt seinen Titel.
Rauchensteiner/Augenklick Der EHC Red Bull München verteidigt seinen Titel.

München - Zehn, neun, acht, sieben, sechs, fünf, vier, drei, zwei, eins – Meister! Krönungs-Double! Wiederholungstäter in Sachen Titelgewinn! Um 17.28 Uhr war es soweit! Am Oberwiesenfeld wurde Titelgeschichte geschrieben! Meister! Die Spieler entledigten sich aller Utensilien, Helme, Handschuhe, Schläger flogen – und dann stürmte die Meister-Bande auf Goalie Danny aus den Birken zu, begrub den Schlussmann des EHC Red Bull München in einer blauen Jubeltraube.

Das Team von Don Jackson setzte sich im fünften Spiel dieser Endspielserie mit 4:0 gegen die Wolfsburg Grizzlys durch (vorherige Spiele: 3:2 n.V., 3:2, 1:2, 7:2, 4:0) und sicherte sich so in der Neuauflage des Finales der Vorsaison mit 4:1 Siegen abermals den Titel. Die Red Bulls sind der DEL-Dominator, der mit dem Meister-Gen gesegnet ist. Es war der fünfte Titel einer Münchner Mannschaft. 1922, 1994, 2000, 2016 – 2017!

"Das ist unglaublich geil, ich finde kaum Worte", sagte Verteidiger Konrad Abeltshauser bei Sport1: "Ich bin so stolz auf die Mannschaft, wir haben so stark gekämpft. Vor den eigenen Zuschauern dann die Entscheidung zu schaffen, ist natürlich besonders schön." Um 17.45 Uhr stemmte schließlich Kapitän Michael Wolf den Meisterpokal im goldenen Konfettiregen in die Höhe.

Drei Akte bis zur Unsterblichkeit

Vorausgegangen war eine Krönungszeremonie in drei Akten. Um 15.08 Uhr – der erste schicksalsträchtige Bimmelschlag der berühmten Höllenglocke am Oberwiesenfeld, der das letzte Kapitel dieses Eishockey-Dramas am Ostermontag einläutete. Um 15.17 Uhr war das Vorspiel zur großen Titel-Ekstase beendet, der Schiedsrichter warf die Scheibe, um die sich in den Playoffs alles dreht, aufs Eis.

1. Akt: Die Grizzlys, die in Spiel vier bei der 2:7-Pleite in eigener Halle wie ein Opferlamm auf die Schlachtbank geführt worden waren, zeigten Zähne, aber München kämpfte sich in die Partie, bestimmte den Handlungsstrang. 68 Sekunden vor Schluss des Drittels gab Jon Matsumoto dem Fan-Volk am Oberwiesenfeld erstmals Grund zum Jubel – 1:0! Er tat sich gegen James Sharrow als Scheibendieb hervor und belohnte sich selber gleich noch mit dem Führungstreffer. "Jetzt sind wir aufgetaut, nun kann es richtig losgehen", befand EHC-Stürmer Maximilian Kastner.

2. Akt: Um 16.06 Uhr betraten die aufgetauten Kämpfer für das zweite Kräftemessen das Eis. In der 25. Spielminute hatte Jerome Flaake die riesige Chance auf dem Schläger: Penalty! Der Nationalstürmer bewies, dass Eiswasser durch seine Adern fließt, das 2:0! Die 6142 Augenzeugen am ausverkauften Oberwiesenfeld stimmten die Titelfeier anno 2017 an. Weil beide Goalies anschließend zu allen Chancen Nein sagten, blieb es beim 2:0. "Man kann Wolfsburg nicht viele Vorwürfe machen", sagte Sport-1-Experte Rick Goldmann, "es waren zwei Fehler, die gleich zu den Toren führen. Das ist frustrierend, aber Fehler passieren eben."

3. Akt: Die Fans feierten ein Dauer-Party. Nordkurve und Südkurve peitschten sich gegenseitig hoch, eine meisterliche Stimmung. Nach sieben Minuten machte Verteidiger Derek Joslin mit einen Schlagschuss alles klar – 3:0! Der EHC als Nimmersatt: Brooks Macek erhöhte auf 4:0 (50.). Liga-Raubein Steve Pinizzotto noch mit einer Knüppeleinlage gegen Brent Aubin – Eishacklerherz, was willst du mehr. "Deutscher Meister wird nur der EHC", skandierten die Fans. Mehr gab es an diesem Abend nicht mehr zu sagen!

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