Dr. Theiss im TV: „Wahnsinnig sexy“

Die Münchner Ärztin verteidigt ihren WM-Titel im Kickboxen und begeistert bei ihrer Premiere als Vorkämpferin von Felix Sturm den Sat.1-Sportchef:„Ihr Auftritt war die perfekte Einstimmung!“ Hier erklärt die Weltmeisterin, warum bei ihr unterm Röckchen eine Deutschlandflagge zu sehen ist.
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Eine kleine Deutschlandflagge auf der orangenen Unterhose unterm blauen Röckchen: So trat Christine Theiss in Sat.1 auf.
Steko Eine kleine Deutschlandflagge auf der orangenen Unterhose unterm blauen Röckchen: So trat Christine Theiss in Sat.1 auf.

Die Münchner Ärztin verteidigt ihren WM-Titel im Kickboxen und begeistert bei ihrer Premiere als Vorkämpferin von Felix Sturm den Sat.1-Sportchef:„Ihr Auftritt war die perfekte Einstimmung!“ Hier erklärt die Weltmeisterin, warum bei ihr unterm Röckchen eine Deutschlandflagge zu sehen ist.

KÖLN Da war diese kleine Deutschlandfahne auf der orangenen Unterhose unter dem blauen Minirock, die bei jedem von Christine Theiss’ Kicks hervorblitzte. Eine Idee, auf die sie ein Freund gebracht hat, „der eine Beule in sein Auto gefahren hat und dann um abzulenken einfach einen Glitzersalamander daneben geklebt hat.“ Und deshalb lautet ihre Logik: „Wenn mir die Leute schon unter den Rock schauen, dann nicht auf meinen Tiefschutz, sondern auf die Fahne.“

Und es schauten eine Menge Leute zu, als die Kickbox-Weltmeisterin am Samstagabend ihren Titel gegen die Spanierin Iman Chairi Ghbalou verteidigte. Es war das größte Publikum ihrer Karriere: Mehr als 10000 in der Kölner Arena und während der Zusammenfassung knapp 20 Prozent der gesamten Fernsehzuschauer, also in etwa 2,5 Millionen. Natürlich hatten die zuvor Felix Sturm bei dessen Titelverteidigung zugesehen, aber sie blieben dran, als die Highlights von Christine Theiss aus dem Vorprogramm des Sturm-Kampfes gesendet wurden. Sat.1-Sportchef Sven Froberg ist begeistert von der Schwabinger Ärztin, die von den AZ-Lesern zum wiederholten Male zu „Münchens Sportlerin des Jahres“ gewählt wurde: „Christine ist wahnsinnig sexy, wir sind von ihrem Auftritt extrem angetan.“

Eine Kickboxerin im Vorprogramm eines Boxers zu platzieren, das war ein Experiment. Das Ergebnis fällt außerordentlich positiv aus: „Ihr Auftritt war die perfekte Einstimmung auf den WM-Kampf“, sagt Froberg. „Wir haben den Boxfans gezeigt, dass Kickboxen auch eine tolle Sportart ist.“

Wie passend, da sind sich Theiss und ihr Manager Mladen Steko einig, dass die Münchnerin an diesem Abend die bisher „beste Leistung der Karriere“ gezeigt hat, gegen eine unangenehme Gegnerin. Zeitweise bewegte sich Ghbalou „an der Grenze der Legitimität“, sagt Theiss. Sie schlug ihr so lange auf den Unterarm, „bis meine Hände taub waren“. Es dauerte vier Runden, ehe Theiss ihr Konzept umsetzen konnte. „Rein, raus, kein Ziel bieten“. Nach dem vierten Niederschlag war in Runde sechs Schluss.

„Es war ein Bus aus München mit dabei, die hatten Trommeln eingepackt“, sagt Theiss, „die haben wahnsinnig Stimmung gemacht, das habe ich auch im Ring gemerkt.“ Auch Froberg sind die feierwütigen Fans aufgefallen, viele davon aus Stekos Kickboxzentrum in der Taunusstraße: „Sie haben die Halle mitgerissen. Das war klasse.“

Auf den Höhepunkt folgt nun nun die Leere. Theiss gibt zu: „Das war ein unglaublicher Druck vor dem Kampf. Der 4. September hat mein ganzes Denken bestimmt.“ Deswegen wird Theiss das Kickboxen nun erst einmal für eine Weile beiseite schieben, „höchstens ein bisschen Sparring“ betreiben.

Lange dürfte die Pause wohl nicht dauern. Denn ihr jüngster Fernsehauftritt hat beeindruckt, die athletische Frau Doktor aus München hat dem Fernsehpublikum gefallen. Manager Steko ist einer weiteren Zusammenarbeit mit Sat.1 „nicht abgeneigt“. Und der Sender? Da Theiss sowohl mit Persönlichkeit, als auch mit Quote überzeugt hat, stehen die Chancen recht gut, sie auch in Zukunft zeitnah bei großen Shows zu sehen. Konkrete Pläne gibt es zwar noch keine – aber einen Sportchef, der an einem Abend zu einem großen Christine-Theiss–Fan geworden ist. „Sie wieder zu einem anderen Sender ziehen zu lassen“, sagt Sven Froberg, „das würde uns sehr schwer fallen.“

Julian Galinski

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