DOSB-Chef verteidigt Draisaitl-Wahl zum Fahnenträger
DOSB-Chef Thomas Weikert hält die Wahl von Eishockey-Superstar Leon Draisaitl zum deutschen Fahnenträger trotz dessen fehlender Olympia-Erfahrung für eine gute Entscheidung. "Das Publikum hat es so gesehen, die Athletinnen und Athleten haben es so gesehen", sagte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds am Tag vor der Eröffnungsfeier der Winterspiele in Mailand. NHL-Profi Draisaitl war noch nie bei Olympia dabei, hatte sich bei der Abstimmung über den Fahnenträger aber gegen die Olympiasieger Tobias Wendl (Rodeln) und Johannes Rydzek (Nordische Kombination) durchgesetzt.
"Klar ist es eine Auszeichnung, wenn man lange dabei ist. Aber es ist auch eine Auszeichnung, wenn man in den USA ein Superstar ist, auf den die halbe Welt guckt, und es ist eine Ehre, wenn so ein Superstar in unserem Team die Fahne trägt", sagte Weikert. Draisaitl erhielt bei den männlichen Kandidaten mehr als 51 Prozent der Stimmen von den Sportfans bei einer Onlinewahl und knapp 41 Prozent aus dem deutschen Olympia-Team.
"Das bedeutet mir wirklich unfassbar viel. Ich fühle mich total geehrt", sagte der 30-Jährige. Er wird die deutsche Fahne bei der zentralen Eröffnungsfeier in Mailand ins Giuseppe-Meazza-Stadion tragen. Skispringerin Katharina Schmid wird diese Ehre beim parallelen Festakt in Predazzo zuteil. Draisaitl konnte weder 2018 in Pyeongchang noch 2022 in Peking an Olympia teilnehmen, weil die NHL ihren Profis nicht die Freigabe für die Turniere in Asien erteilte.
