Deutsche Rodler starten gut in den Olympia-Winter

Gelungener Saisonauftakt, doch noch reichlich Arbeit bis zu den Olympia-Rennen in Pyeongchang. Vor allem die Männer-Einsitzer um Olympiasieger Felix Loch zeigten noch "instabile Leistungen", wie Cheftrainer Norbert Loch analysierte.
| dpa
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Dajana Eitberger (l-r;2.), Natalie Geisenberger (1.) und Tatjana Hüfner (3.) bejubeln den deutschen Dreifachsieg.
Expa/Johann Groder/APA/dpa Dajana Eitberger (l-r;2.), Natalie Geisenberger (1.) und Tatjana Hüfner (3.) bejubeln den deutschen Dreifachsieg.

Innsbruck - Mit sechs von neun möglichen Podestplätzen sind die deutschen Rodler erfolgreich, aber glanzlos in den olympischen Winter gestartet. Beim Weltcup-Auftakt in Innsbruck/Igls holten Olympiasiegerin Natalie Geisenberger und die Weltmeister Toni Eggert/Sascha Benecken die Siege.

Olympiasieger Felix Loch fuhr am Sonntag im Schneefall auf Rang drei, nachdem die deutschen Männer bei der WM im Januar am Patscherkofel noch ohne Medaille geblieben waren. Weltcupsieger wurde der russische Europameister Semen Pawlischenko vor Weltmeister Wolfgang Kindl aus Österreich.

"Es waren schwierige Bedingungen, daher bin ich froh, dass es so gut in den Weltcup rein ging", sagte Loch und erklärte: "Leider wurde erst nach meinem Lauf gekehrt. Wir hatten noch ein bissl was am Schlitten verändert und riskiert, zum Glück in die richtige Richtung."

Der Oberwiesenthaler Ralf Palik wurde Fünfter, Andi Langenhan aus Zella-Mehlis Neunter. Pech hatte der Oberhofer Johannes Ludwig, der nach einem Patzer stürzte und in der internen Olympia-Qualifikation seinen 19. Platz als erstes Streichergebnis nutzte.

Julian von Schleinitz aus Königssee fiel zudem von Rang drei auf 22 zurück. Bis Weihnachten will Cheftrainer Norbert Loch, der "sehr instabile Leistungen" verbuchte, sein Olympia-Team benennen. Hervorheben wollte er die zwei konstanten Läufe von Palik.

Dreifach-Triumph der deutschen Frauen

Stark präsentierten sich die Frauen mit ihrem Dreifacherfolg. Für Geisenberger war der Erfolg gleichzeitig eine Wiedergutmachung für die medaillenlose WM. "Es ist natürlich schön, mit einem Sieg zu starten. Zumal man vorher nie weiß, was die internationale Konkurrenz drauf hat", sagte die Miesbacherin.

Zudem fuhren Dajana Eitberger und Weltmeisterin Tatjana Hüfner noch aufs Podium. Bei den Doppelsitzern verhinderten die Italiener Ludwig Reder/Patrick Rastner als Zweitplatzierte einen kompletten deutschen Erfolg. Eggert/Benecken spulten ihre Läufe weltmeisterlich ab.

"Alle legen beim Weltcupstart ihre Karten auf dem Tisch, daher ist es uns ganz gut gelungen. Und der Druck war größer, denn wir haben hier zum sechsten Mal in Serie gewonnen", sagte Eggert. Die Olympiasieger Tobias Wendl/Tobias Arlt wurden Dritte.

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