Das Oly wird zum Pferdestall

Vom 1. bis 4. November finden im Olympiapark die Munich Indoors statt. Junge Reiter wie David Will messen sich mit bekannten Profis.
| Joscha Thieringer
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Springreiter David Will.
Kunz/Augenklick Springreiter David Will.

Vom 1. bis 4. November finden im Olympiapark die Munich Indoors statt. Junge Reiter wie David Will messen sich mit bekannten Profis

MÜNCHEN Kreischende DTM-Boliden, durch die Luft wirbelnde Snowboarder und verschwitzte Marathon-Menschen: Seit seinem Ende als Fußballarena im Jahr 2005 hat das altehrwürdige Münchner Olympiastadion ja schon einiges erlebt. Und demnächst: Pferdemist. Bei den 15. Munich Indoors (1. bis 4. November) wird das weite Rund erstmals als Stallung für rund 500 Pferde genutzt. „Eine ideale Maßnahme”, findet Veranstaltungsboss Volker Wulff, „auf dem Parkdeck hatten wir bislang unnötigen Stress, weil die Zufahrt sehr eng wurde.”


Auch David Will findet den Umzug praktisch. „Dann haben wir bessere Abreitemöglichkeiten”, sagt der junge Springreiter aus dem Chiemgau, „bislang war das ja immer ziemlich eng.” Wenn es nach dem 24-Jährigen geht, sind die Stallungen nicht das Einzige, was sich diesmal ändert. Will will angreifen, "wenn ein Platz unter den ersten Drei rauskommt, wäre das natürlich großartig”. Denn für die Podestplatzierten der Riders Tour gibt es Autos im Gesamtwert von 120 000 Euro zu gewinnen. In der Vergangenheit brausten am Ende meistens die Profis wie Ludger Beerbaum oder Marcus Ehning davon. „Den Etablierten ist eben nur schwer beizukommen”, sagt Will.


Doch seit wenigen Jahren arbeiten einige junge Reiter an einer Wachablösung, David Will ist einer von ihnen. Vor den letzten beiden Turnieren liegt der Pferdewirt auf Rang vier der Gesamtwertung. „Im Moment schone ich meine Pferde, um mich voll auf die Riders Tour konzentrieren zu können”, sagt Will.


Der 24-Jährige ist im hessischen Pfungstadt als Berufsreiter angestellt und hat nur selten Zeit, die Eltern auf Gut Ising bei Traunstein zu besuchen. Schon als vierjähriger Knirps bewies er ein gutes Auge für Pferde. „Als damals mein Lieblingspony Goliath starb, wollten mir meine Eltern die Trauer erleichtern”, erzählt Will, „deshalb haben sie ein neues gekauft, das Goliath sehr, sehr ähnlich sah.” Doch Bub David brauchte nur einen Blick aufs neue Pony zu werfen, um laut festzustellen: „Das ist nicht Goliath!”

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