Biathlon-Debakel: Trainer Müssiggang wirft hin!

Die deutschen Biathleten, bisher so erfolgsgewohnt, sind in der Krise. Chefcoach Uwe Müssiggang tritt ab.
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Die deutschen Biathleten Daniel Böhm (l) und Andreas Birnbacher laufen am 12.01.2014 beim Biathlon-Weltcup in der Chiemgau Arena in Ruhpolding bei der 12,5 km Verfolgung der Herren.
dpa Die deutschen Biathleten Daniel Böhm (l) und Andreas Birnbacher laufen am 12.01.2014 beim Biathlon-Weltcup in der Chiemgau Arena in Ruhpolding bei der 12,5 km Verfolgung der Herren.

Die deutschen Biathleten, bisher so erfolgsgewohnt, sind in der Krise. Chefcoach Uwe Müssiggang tritt ab.

Sotschi -  Am Tag nach dem schlimmsten Olympia-Debakel in der Geschichte der deutschen Biathletinnen verbreitete nur die ehemalige Biathlon-Queen Magdalena Neuner Hoffnung. „Die Karten werden ja neu gemischt, jetzt steht ein Einzel an, dann kommen der Massenstart und vor allem die Staffeln“, sagte die erfolgreichste Biathletin aller Zeiten, „und ich denke, da haben die Mädels und auch die Jungs gute Chancen.“

Es ist erstaunlich, woher Neuner ihren Optimismus nimmt. Die Unbekümmertheit der werdenden Mutter fehlt den deutschen Biathleten in Sotschi, das war auch Gerald Hönig nach dem Tiefpunkt in der Verfolgung klar. „So eine Packung haben wir noch nie bekommen. Darüber müssen wir dringend sprechen“, sagte der Frauen-Bundestrainer nach der 10 Kilometer-Verfolgung, bei der Evi Sachenbacher-Stehle auf Platz 27 beste Deutsche war. Die Erklärungsversuche waren lapidar. Andrea Henkel (36), die nach der Saison die Karriere beenden wird, sagte: „Die anderen waren einfach besser.“

Seit der olympischen Premiere 1992 hatten sie immer Medaillen mit nach Hause genommen, in Zeiten von Uschi Disl, Kati Wilhelm und Magdalena Neuner dominierten die DSV-Athletinnen teilweise nach Belieben. Da auch die Männer in Sotschi ein gutes Stück von der Weltspitze entfernt sind, drohen sogar die ersten Winterspiele ohne deutsche Biathlon-Medaille. Für zusätzliche Aufregung sorgte die Ankündigung von Chef-Bundestrainer Uwe Müßiggang, nach dem Olympiawinter von seinem Amt zurückzutreten. „Ich denke, in dieser Funktion werde ich in keinem Fall mehr sein, es wird sich bei mir eine Veränderung einstellen“, sagte Müssiggang der „Welt“.

 

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