Bayern wendet Aus ab: Showdown in Berlin

Der Meister schlägt in eigener Halle zurück und gewinnt die vierte Partie der Halbfinalserie gegen Alba Berlin mit 89:83. Nun kommt es am Donnerstag zum Entscheidungsspiel gegen den Erzrivalen.
| Julian Buhl
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Bryce Taylor feiert mit den Fans im Audi Dome den 89:38-Sieg im vierten Playoffspiel gegen ALBA Berlin.
Rauchensteiner, Augenklick Bryce Taylor feiert mit den Fans im Audi Dome den 89:38-Sieg im vierten Playoffspiel gegen ALBA Berlin.

München - Wer in der Halbfinalserie des FC Bayern gegen Alba Berlin, wie bisweilen FCBB-Coach Svetislav Pesic, noch Teile des Basketball-ABCs vermisst hatte, bekam in Spiel vier alles geliefert, was Playoff-Basketball zu bieten hat – und zwar von A bis Z.

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Dunks, Dreier, Trashtalk, technische Fouls – vor allem aber: ein packendes Duell zweier Rivalen auf Augenhöhe. Für die Münchner ging es in dem „Do or Die“-Spiel darum, das vorzeitige Saisonende abzuwenden. Nach hartem Kampf rangen sie Alba am Ende mit 89:83 nieder. Matchball abgewehrt – in der Serie steht es jetzt 2:2. Damit kommt es am Donnerstag (20 Uhr) in Berlin nun zum alles entscheidenden fünften Spiel. Der Traum von der Titelverteidigung lebt.

Unter den Augen von Vereins-Präsident Karl Hopfner begannen die Bayern hochkonzentriert und mit einem offenbar hochmotivierten Center John Bryant. Der Wuschelkopf-Koloss in rot setzte seinen wuchtigen Körper unter beiden Körben immer wieder geschickt ein. Dazu punktete er wie am Fließband.

„Ich möchte nicht über die Schiedsrichter sprechen, sondern nur mit ihnen, um ihnen bei ihrem sicher nicht einfachen Job zu helfen. Für das nächste Spiel wäre es allerdings am besten, wenn man den Spielern die Chance anbieten würde, das Spiel selbst zu entscheiden“, hatte der 65-Jährige nach der 88:101-Niederlage in Berlin angekündigt. In Spiel drei hatte sein Team im Schlussviertel nämlich gleich drei technische und ein absichtliches Foul kassiert. Es dauerte knapp drei Minuten bis Bayern-Coach Pesic sein Vorhaben in die Tat umsetzte, den Schiedsrichter an der Schulter riss und einen ersten lautstarken Dialog an der Seitenlinie führte.

Bryant schien das nur dabei zu helfen, sich weiter in die Partie hinein zu kämpfen. Er erzielte am Ende 19 Punkte und war damit erfolgreichster Schütze beider Mannschaften. Unterstützt von Nihad Djedovic (18 Punkte) und Vladimir Stimac (16) erkämpfte sich Bayern so eine knappe 45:43-Pausenführung. Mit 66:65 ging es in den letzten Abschnitt. Die Intensität auf dem Court nahm ebenso wie der Lärm in dem mit 6700 Zuschauern ausverkauften Audi Dome noch einmal zu. Crunch Time eben!

Von Standing Ovations begleitet schalteten die Bayern nochmal einen Gang hoch. Nach Körben von Djedovic und Stimac führten die Münchner knapp drei Minuten vor der Schlusssirene erstmals mit acht Punkten (80:72). Die Entscheidung! Am Ende stand ein 89:83 auf der Anzeigetafel. Die Bayern bleiben damit auch im sechsten Playoff-Spiel zuhause gegen Berlin ungeschlagen. In der Hauptstadt konnten sie bei fünf Versuchen in dieser Saison noch keine Partie gewinnen.

Wenn der Traum der Titelverteidigung für Bayern wahr werden soll, müssen sie das im entscheidenden Duell am Donnerstag ändern. Auf die bevorstehende Auswärtsreise wurden sie von den Fans jedenfalls mit „Super-Bayern“-Sprechchören verabschiedet.

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