Bayern machen 21. Titel nahezu perfekt

Bayern München hat seinen 21. Meistertitel praktisch perfekt gemacht. Die Mannschaft von Trainer Hitzfeld hat nach dem 4:1 Heimsieg vier Spieltage vor Saisonende gegen den bisherigen Meister VfB Stuttgart schon beide Hände an der Schale.
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Grund zum Feiern bei den Bayern. Mit dem 4:1 Sieg gegen Stuttgard ist der Meistertitel praktisch sicher.
Rauchensteiner/Augenklick Grund zum Feiern bei den Bayern. Mit dem 4:1 Sieg gegen Stuttgard ist der Meistertitel praktisch sicher.

MÜNCHEN - Bayern München hat seinen 21. Meistertitel praktisch perfekt gemacht. Die Mannschaft von Trainer Hitzfeld hat nach dem 4:1 Heimsieg vier Spieltage vor Saisonende gegen den bisherigen Meister VfB Stuttgart schon beide Hände an der Schale.

Bei zwölf Punkten Vorsprung und der deutlich besseren Tordifferenz gegenüber den Verfolgern Werder Bremen und Schalke 04 ist dem deutschen Fußball-Rekordmeister der Titel nur noch rein rechnerisch zu nehmen. Die Tore für die zunächst ohne Franck Ribery angetretenen Bayern erzielten Luca Toni (8.) mit seinem 21. Saisontreffer, Mark van Bommel (55.) sowie der in der 57. Minute eingewechselte Ribery mit einem Doppelschlag (75./76.). Für Stuttgart war Antonio da Silva (19.) mit einem abgefälschten Freistoß zum zwischenzeitlichen 1:1 erfolgreich.

„Nun kann uns nichts mehr passieren, es sei denn die Meisterschaft wird eingestellt“, sagte Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld: „Aber wir wollen dennoch noch ein paar Siege einfahren. Es ist wichtig, dass die Mannschaft einen guten Teamgeist hat und wir nun wieder im UEFA-Cup am Donnerstag nun ein paar frische Spieler mehr haben.“

Nach der Niederlage haben die Schwaben nur noch geringe Hoffnungen auf eine erneute Qualifikation für die Champions League. Das Team von Trainer Armin Veh muss sogar um die Qualifikation für den UEFA-Cup bangen.

Vier Tage vor dem Halbfinal-Rückspiel im UEFA-Cup bei Zenit St. Petersburg vollbrachten die Münchner einen weiteren Schritt zum angestrebten Triple. Nach dem Gewinn des DFB-Pokals und der nahezu sicheren Meisterschaft fehlen dem nun nur noch zwei Erfolge im internationalen Wettbewerb, um Hitzfelds Abschiedssaison mit dem bislang unerreichten Dreifach-Triumph zu krönen.

Traumstart

Vor 69.000 Zuschauern in der abermals ausverkauften Münchner Arena legten die Bayern einen Traumstart hin. Nach Vorarbeit von van Bommel und einem Fehler von Mathieu Delpierre stand wieder einmal Torjäger Toni goldrichtig und schoss zum 1:0 ein.

Die Stuttgarter hatten durch Rückkehrer Mario Gomez in der 16. Minute gleich zweimal die große Chance zum Ausgleich. Der Nationalstürmer, der zuvor verletzt gefehlt hatte, scheiterte zunächst mit einem Schuss an Oliver Kahns Vertreter Michael Rensing. „Es wäre mit Blick auf St. Petersburg nicht intelligent gewesen, wenn ich gespielt hätte. Aber ich gehe davon, dass ich Donnerstag wieder spiele“, sagte Kapitän Kahn, der wegen eines eigeklemmten Nervs pausierte. Mit etwas Glück kamen die Schwaben dennoch wenig später zum Ausgleich.

Die Bayern zeigten danach nicht mehr die Entschlossenheit und den Zug zum Tor wie in der Anfangsphase, blieben aber spielbestimmend. Stuttgart kam dennoch durch eine abgefälschte Flanke von Roberto Hilbert zu einer weiteren Gelegenheit, die aber auf die Latte klatschte (33.). Bis zur Pause verflachte die Begegnung zusehends. Bitter für den VfB, dass sich Ludovic Magnin bei einem Abwehrversuch am Knie verletzte und durch Arthur Boka in der 37. Minute ersetzt werden musste.

offenes Spiel

Auch im zweiten Durchgang setzte sich das offene Spiel fort, mit der besseren Wendung für die Bayern. Van Bommel traf per Freistoß aus rund 22 Metern und durfte sich danach direkt in die Kabine verabschieden. Ze Roberto kam für den Niederländer, Ribery ersetzte den schwachen Willy Sagnol. Durch diese beiden Hereinnahme gewann das Offensivspiel der Münchner in der Schlussphase an Dynamik. Ribery nutzte die kurze Einsatzzeit, um seine Extraklasse unter Beweis zu stellen. Zunächst drosch der Franzose den Ball mit einem sehenswerten Diagonalschuss in den Winkel, nur eine Minute später tanzte er die Defensive des VfB aus und vollendete überlegt.

Auf Seiten der Bayern verdienten sich Ribery, Martin Demichelis und van Bommel die besten Noten. Bei den Gästen gefiel da Silva. (dpa)

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