AZ-Serie Ausrüstung: Welche Skibrille passt zu mir?

Im dritten Teil der AZ-Serie zur Ski-Ausrüstung geht es um die Skibrille, die auch zur Sicherheit auf der Piste beiträgt. Wir geben allgemeine Tipps zur Skibrille und erklären, welche Unterschiede es bei den verschiedenen Modellen gibt.
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Eine gute Skibrille muss mit dem eigenen Helm kombinierbar sein und weitere wichtige Voraussetzungen erfüllen. Die Gläser können orange, blau oder verspiegelt sein.
DSV aktiv Ski- & Sportmagazin Eine gute Skibrille muss mit dem eigenen Helm kombinierbar sein und weitere wichtige Voraussetzungen erfüllen. Die Gläser können orange, blau oder verspiegelt sein.

Im dritten Teil der AZ-Serie zur Ski-Ausrüstung geht es um die Skibrille, die neben dem Helm zur Sicherheit auf der Piste beiträgt. Wir geben allgemeine Tipps rund um Fahrspaß und Sicherheit und erklären auch, welche Unterschiede es bei den verschiedenen Modellen gibt.

Unsere Augen nehmen täglich über 90 Prozent aller Sinneseindrücke und Informationen auf, weswegen beim Skifahren vor allem eine gute Sicht besonders wichtig ist. Im Schnee wird von den Augen Höchstleistung erfordert, da Wind und Wetter die Sicht einschränken können und auch mögliche Gefahrenqullen, wie Mulden oder Eisplatten, auftauchen können, auf die schnell und vorausschauen reagiert werden muss. Diese bessere Sicht wird durch eine Skibrille ermöglicht, die eine sichere und souverände Pisten-Abfahrt unterstützt.

Sicherheitsfaktor Skibrille - Kombination mit eigenem Helm

Für einen sicheren Skitag ist die richtige Skibrille unabdingbar, denn neben dem Vermeiden von UV-Strahlen und somit auch starken Blendungen, werden die Augen nicht durch Fahrtwind oder Schneetreiben gereizt. Eine Skibrille sollte grundsätzlich im Sportfachhandel, vor Ort, gekauft werden, denn dort findet zusammen mit dem eigenen Skihelm das erste Probetragen statt. Erst durch die Kombination von Helm und Brille lässt sich feststellen, ob der Augenschutz gut sitzt, dicht abschließt und unmittelbar am Helm anliegt.

Sichtfeld beachten

Auf der Piste ist ein möglichst großes Sichtfeld besonders wichtig, weswegen die Polsterung an Seiten und Nase nicht störend wirken darf. Wenn man sich unsicher ist, empfiehlt es sich die einzelnen Modelle für mehrere Minuten zu tragen, um zu testen, wie groß der Blickwinkel ist und wie gut seitliche Bewegungen wahrnehmbar sind.

Lesen Sie hier den ersten Teil der Ausrüstungs-Serie: Welcher Ski passt zu mir?

Brillenglas - Orange, Blau oder verspiegelt

Bei Betrachtung der einzelnen Skibrillen fällt auf, dass es verschiedenfarbige Gläser gibt. Da sich das künstliche Licht im Geschäft nicht direkt mit den Sichtverhältnissen der Piste vergleichen lässt, können sich Skifahrer anhand der Gläserfarben orientieren. Getönte Gläser in Orange oder mit Blaufilter verstärken bei Schneefall oder Nebel die Kontraste. Zu schaffen machen Augen vor allem abrupt wechselnde sonnige und schattige Pistenabschnitte. Dafür sind Skibrillen mit Varioscheiben sinnvoll. Ihre Tönung stellt sich binnen Sekunden auf das neue Licht ein, wodurch Kontraste sofort erkannt und Blendungen vermieden werden. Bei starkem Sonnenschein und für den Gletscher bieten dunkle oder verspiegelte Gläser Blendschutz. Sie können bis zu 97 % des Lichts absorbieren.

Qualitätsmerkmal und Pflege

Gute Skibrillen verfügen über doppelte Gläser aus Kunststoff, denn bricht bei einem Unfall das vordere Glas, so schützt immer noch die zweite Scheibe vor Verletzungen am Auge. Auf dieses Qualitätskriterium sollte beim Kauf unbedingt geachtet werden. Zudem ist die richtige Pflege der Skibrille wichtig, deswegen sollte man nach einem Sturz, zum Säubern und Trocknen ein Brillen-Putztuch benutzen, damit die Gläser nicht verkratzt werden und weiterhin eine klare Sicht garantiert ist.

Lesen Sie hier den zweiten Teil der Ausrüstungs-Serie: Welcher Skihelm passt zu mir?

Eigene Sehstärke und Sehhilfe - Brille, Clips, Kontaktlinsen

30 Prozent der Skifahrer haben eine Sehschwäche oder fahren ohne eine vorhandene, erforderliche Sehhilfe, weswegen auch die meisten Stürze und Unfälle ohne Fremdbeteiligung auf Seh- und Wahrnehmungsfehler zurückzuführen sind. Deshalb sollte vor der ersten Abfahrt unbedingt ein Augenarzt oder Optiker aufgesucht werden, um die aktuelle Sehstärke überprüfen zu lassen, denn vor allem bei schlechter Sicht durch Nebel und Schneefall oder bei schnell wechselnden Lichtverhältnissen werden hohe Anforderungen an die visuelle Leistungsfähigkeit gestellt.

So ist es beispielsweise auch möglich bestimmte Skibrillen zu kaufen, unter denen sich problemlos die eigene, optische Brille tragen lässt. Eine andere Möglichkeit sind spezielle Clips, die sich direkt an der Innenseite des Glases der Skibrille befestigen lassen, mit der benötigten Stärke ausgestattet sind und zudem mit einem Antibeschlagmittel bearbeitet wurden. Am unkompliziertesten gestaltet sich der Kauf der Skibrille natürlich beim Tragen von Kontaktlinsen, welche noch weitere Vorteile bieten. So können diese nicht beschlagen und auch das Sichtfeld wird von den Kontaktlinsen nicht eingeschränkt.

Die AZ wünscht einen klaren Durchblick und viel Spaß auf der Piste!

 

Alle Infos zum Skifahren und anderem Wintersport gibt es auf der AZ Ski- & Schnee-Seite

Weitere Informationen zum Skisport finden Sie auf www.ski-online.de

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