ASV Dachau zieht sich aus Volleyball-Bundesliga zurück

Die Volleyballer des ASV Dachau ziehen sich aus der Bundesliga zurück und werden in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga spielen. Die Entscheidung, das Oberhaus freiwillig zu verlassen, sei "in enger Abstimmung" zwischen dem Führungsteam der Volleyballabteilung und dem Vorstand des Hauptvereins getroffen worden, teilte der Verein am Dienstag mit. Das sei "Teil einer langfristig angelegten Strategie zur nachhaltigen Weiterentwicklung des Standorts", hieß es weiter.
Dachau war 2023 in die Bundesliga aufgestiegen. Die abgelaufene Spielzeit hatte der ASV im Feld der 15 Teams auf Platz zwölf beendet.
Die Entscheidung basiere auf einer "umfassenden Analyse der sportlichen, wirtschaftlichen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen am Standort", hieß es in der Mitteilung. So konnte unter anderem das Budget der vergangenen Erstliga-Saison nicht in vollem Umfang gesichert werden. Zudem hätte "der Wegfall eines Hauptsponsors sowie die deutliche Reduzierung eines weiteren Engagements eine Kaderplanung auf Erstliga-Niveau nur unter erheblichen Einschränkungen ermöglicht".
Ziel bleibt Bundesliga-Rückkehr
Der mittelfristige sportliche Anspruch bleibe aber unverändert. Dachau will perspektivisch in die Bundesliga zurückkehren und sich dort langfristig etablieren. "Wir gehen einen Schritt zurück, um zwei nach vorne zu gehen. Diese Entscheidung ist nicht leicht, aber sie ist die richtige", sagte Denis Werner, Abteilungsleiter Volleyball ASV Dachau.
Der neue Kader werde nun mit einem Schwerpunkt auf Dachauer und regionalen Spielern aufgebaut und durch Leistungsträger aus dem bisherigen Erstliga-Team ergänzt. Ziel sei ein nachhaltiger Neuaufbau, der die ASV Volleys sportlich, wirtschaftlich und strukturell zukunftsfähig aufstellt.