Angelique Kerbers Erstrunden-Aus: "Schockiert" in Paris

Kein Aufbäumen, keine Körpersprache - keine Zukunft? Angelique Kerber ist nach dem Aus bei den French Open auf der Suche nach sich selbst.
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Für Angelique Kerber ist bereits nach der ersten Runde bei den French Open Endstation.
Für Angelique Kerber ist bereits nach der ersten Runde bei den French Open Endstation. © Alfredo Falcone/LaPresse via ZUMA Press/dpa

Paris - Angelique Kerber war ratlos. "Ganz ehrlich, ich weiß noch nicht, wie es jetzt weitergeht", sagte sie nach ihrem blamablen Erstrunden-Aus bei den French Open.

3:6, 3:6 in wenig mehr als einer Stunde gegen die unbekannte Slowenin Kaja Juvan - da fehlten Kerber die Worte. Immerhin: In Ausreden flüchtete sich die frühere Nummer eins nicht. "Ich könnte jetzt nach Entschuldigungen suchen, aber so bin ich nicht", sagte die 32-jährige Kerber tonlos. 

Klar ist, dass ihr Spiel nicht zu der roten Asche von Paris passt, die bei Dauerregen noch schwerer und tiefer ist als sonst. Kerber spielte Hartplatztennis, sie wollte die Bälle erlaufen, anstatt wie auf Sand üblich in sie reinzurutschen. Dadurch kam sie meistens einen Tick zu spät.

Mit ihrem eigenen Spiel kam sie überhaupt nicht klar. "Ich habe einfach nicht in meinen Rhythmus gefunden", sagte sie mehrmals. Hinzu kam ihre verheerende Körpersprache auf dem Platz: Kein Aufbäumen, kein "Komm jetzt", kein sichtbarer Versuch, das drohende Unheil doch noch abzuwenden. "Solche Tage gibt es im Leben eines Sportlers", sagte Kerber.

Angelique Kerber: Karriere-Grand-Slam unerreichbar?

Kaja Juvan, 19 Jahre alt und außerhalb ihrer slowenischen Heimat bisher eher ein Insidertipp, musste ihr Allerweltstennis jedenfalls nur geduldig runterspielen und auf Fehler ihrer Gegnerin warten. "Ich bin ein bisschen schockiert von der deutlichen Niederlage", sagte Eurosport-Expertin Barbara Rittner.

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Wie die restlichen drei Monate des Jahres für Kerber aussehen, wie es 2021 weitergeht, all das ließ sie offen. "Ich habe für Ostrau (19. bis 25. Oktober, d. Red.) noch gemeldet, ob Turniere dazukommen, wie jetzt die nächsten Wochen bei mir aussehen, kann ich momentan nicht beantworten", sagte sie. Die Frage nach ihrem Befinden beantwortet sie einsilbig und doch so vielsagend: "Mit geht's okay."

Im Januar wird Angelique Kerber 33, ihr großes Ziel, nach Melbourne, Wimbledon und New York auch Paris zu gewinnen und damit den Karriere-Grand-Slam zu vollenden, scheint unerreichbar.

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