"Weltmeister werden!"

Ein halbes Dutzend deutscher Rennfahrer geht heuer in der Formel 1 an den Start. Einige von ihnen rechnen sich Titelchancen aus.
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Ein halbes Dutzend deutscher Rennfahrer geht heuer in der Formel 1 an den Start. Einige von ihnen rechnen sich Titelchancen aus.

Melbourne - Geht es nach den Buchmachern, wird die deutsche Hymne in der neuen Formel-1-Saison oft erklingen. Vor dem Auftakt am Sonntag in Melbourne (8 Uhr MESZ/RTL und Sky) ist Sebastian Vettel Favorit bei den Buchmachern. Seine Quote bei bwin: 3,25. Fernando Alonso liegt dahinter (3,5), gefolgt von Mark Webber und Michael Schumacher (10) sowie Nico Rosberg (13). Nick Heidfeld (51), Adrian Sutil (301) und Timo Glock (501) wird weniger zugetraut. Mit sechs von 24 Fahrern ist Deutschland das Land mit den meisten Startern.

Ein Überblick:

SEBASTIAN VETTEL: Der amtierende Weltmeister geht mit dem neuen Boliden, den er nach Popsängerin Kylie Minogue „Kinky Kylie” getauft hat, erstmals als Gejagter in die Saison, versucht aber, daraus noch einen Vorteil zu ziehen: „Unser Ziel ist es, da weiterzumachen, wo wir aufgehört haben und den Schwung mitzunehmen.” Ein zweites Mal Weltmeister zu werden, stelle er sich „noch schwieriger vor als beim ersten Mal”, aber daran denkt er angeblich ohnehin nicht: „Was hinter uns liegt, freut uns. Aber so, wie der Mensch gebaut ist, hat er die Augen nach vorne gerichtet, nicht nach hinten.

MICHAEL SCHUMACHER: Der Rekord-Weltmeister klingt forscher als noch im Vorjahr: „Dieses Auto ist ein riesiger Schritt vorwärts, ein sehr leistungsorientiertes Auto. Wenn es gut läuft, sind Podestplätze drin. Vielleicht können wir ein Rennen gewinnen.” Um in den WM-Kampf einzugreifen, reicht es wohl noch nicht: „Ich glaube nicht, dass wir schon gut genug sind, aber wir haben eine Chance, das zweitschnellste Team zu sein.” Man müsse das Leben in Kapiteln betrachten, meint er: „Das erste Kapitel ist vorbei. Jetzt befinde ich mich im zweiten. Das Ziel ist, wieder Weltmeister zu werden.” Hört, hört!

NICO ROSBERG: Der 26-Jährige muss mit dem ausgeprägten Ego seines Teamkollegen Schumacher zurecht kommen, der es wohl ungern sähe, wenn Rosberg vor ihm der erste Mercedes-Weltmeister werden würde. „Ich glaube nicht, dass es so kommen wird”, sagte Schumacher. Mercedes-Sportchef Norbert Haug lobte derweil den Jüngeren: „Nico ist ein sehr profilierter Fahrer der jungen Generation. Er hat im letzten Jahr aus dem Auto in den meisten Fällen das Allermeiste herausgeholt und gehört zu den hoch geschätzten Fahrern. Er kann Rennen gewinnen, sobald er das Auto dazu hat.”

NICK HEIDFELD: Nach 172 Grand-Prix-Rennen hat es der 33-Jährige mal wieder geschafft, in letzter Minute ein Cockpit zu finden: beim heuer stark einzuschätzenden Renault-Team, das nach Robert Kubicas schwerem Rallye-Unfall noch einen Platz frei hatte. Prompt gibt sich der Routinier sehr zuversichtlich: „Ich denke, dass ich Weltmeister werden kann. Immerhin habe ich Kimi Räikkönen, Felipe Massa und Mark Webber geschlagen, als sie meine Teamkollegen waren.”
ADRIAN SUTIL: Der Force-India-Fahrer aus Gräfelfing konnte in der vergangenen Saison ein paar Mal imposant aufzeigen. 2011 geht er eher verhalten an: „In den ersten Rennen werden wir noch nicht ganz so stark sein. Danach sollte der Trend nach oben gehen. Es sind einfach noch viele Baustellen.” Momentan sieht sich der 28-Jährige „zwischen den Plätzen 10 und 16”. Sein Ziel: die Top Ten. „Wenn der achte Rang dabei herausspringt”, meint Sutil, „wäre das sehr, sehr gut.”

TIMO GLOCK: Der Virgin-Pilot macht sich derweil wenig Illusionen, was seine Erfolgsaussichten betrifft: „Wir werden in Melbourne hinterherfahren”, meinte der Mann aus Wersau. Wegen einer Blinddarm-Operation musste er zuletzt auch noch auf die letzten Testfahrten vor dem Saisonstart verzichten.

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