Von der Formel 1 in die DTM: Glock-Wechsel perfekt

Gute Nachrichten für den deutschen Rennfahrer Timo Glock: Eine Woche nach seinem Weggang vom Formel 1 Team Marussia unterschrieb der 30-Jährige bei BMW Tourenwagen.
| dpa
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Gute Nachrichten für den deutschen Rennfahrer Timo Glock: Eine Woche nach seinem Weggang vom Formel 1 Team Marussia, unterschrieb der 30-Jährige bei BMW Tourenwagen.

Berlin - Nach nicht mal einer Woche hat Timo Glock einen neuen Job. Der 91-malige Formel-1-Starter wird künftig im Deutschen Tourenwagen Masters an den Start gehen. Nach dpa-Informationen tritt der 30 Jahre alte Wersauer in der kommenden Saison für BMW in der Tourenwagenserie an.

Nur vier Tage nach seinem Abschied beim klammen Formel-1-Team Marussia soll das BMW-Engagement am heutigen Freitag offiziell bestätigt werden. Laut "Sport Bild" und "bild.de" soll Glock einen Vertrag über drei Jahre erhalten. Mit seinem Wechsel zu BMW kehrt er auch zu seinem ehemaligen Arbeitgeber zurück. 2007 war Glock neben seinem Landsmann Sebastian Vettel als Testfahrer bei BMW in der Formel 1 angestellt. Nun wird er unter anderem Teamkollege von DTM-Champion Bruno Spengler.

Der Kanadier hatte gleich im ersten Comeback-Jahr des bayrischen Autobauers in der DTM den Titel geholt. Augusto Farfus (Brasilien), Joey Hand (USA), Andy Priaulx (Großbritannien) und die deutschen Martin Tomczyk, Dirk Werner und Marco Wittmann komplettieren die DTM-Equipe von BMW für 2013. Markenrivale Mercedes könnte unterdessen ebenfalls einen Coup landen: Die Schwaben ließen jüngst den ehemaligen Formel-1-Piloten Robert Kubica hinters Steuer. Der Pole hat sich mittlerweile von den Folgen seines schweren Rallye-Unfalls vor rund zwei Jahren erholt.

Glock ist derweil längst nicht der erste Formel-1-Pilot, der sein Glück in der DTM versuchen will. Fahrer wie Mika Häkkinen, Ralf Schumacher oder David Coulthard gingen mit mehr oder weniger Erfolg an den Start - wurden aber allesamt zu Publikumslieblingen und Zugpferden für die Serie.

Die Umstellung von der Formel 1 mit den offenen Cockpits zu den Tourenwagen ist groß. Ein Dach überm Kopf fühle sich schon komisch an, hatte auch Glock nach seinen ersten Testrunden am vergangenen Mittwoch in Valencia eingeräumt. Allerdings sagte er auch: "Ich habe mich schnell an das Auto gewöhnt und mit jeder Runde besser gelernt, es zu verstehen."

Der Wersauer, der in seiner Karriere trotz großen Talents und starker Leistungen immer wieder kämpfen und Umwege wie über die amerikanische ChampCar-Serie oder die GP2 (Meister 2007) in Kauf nehmen musste, hatte Anfang der Woche seinen Abschied beim Formel-1-Rennstall Marussia trotz laufenden Vertrages erklärt. Der 30-Jährige kostete dem klammen Team zu viel Geld.

Nach drei gemeinsamen Jahren, in denen Glock mühsame Aufbauarbeit geleistet hatte, trennten sich beide Parteien "einvernehmlich". Er war zu dem Team - damals hieß es noch Virgin - gewechselt, nachdem Toyota Ende 2009 aus der Formel 1 ausgestiegen war.

Für die DTM bedeutet Glocks Wechsel eine weitere Aufwertung. In der Formel 1 sind hingegen nach aktuellem Stand nur noch drei deutsche Piloten vertreten. Neben dem dreimaligen Weltmeister Sebastian Vettel (Red Bull) sind derzeit nur noch die Starts von Nico Rosberg (Mercedes) und Nico Hülkenberg (Sauber) gesichert.

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