Tennis: Angelique Kerber vor French Open "wieder voll gesund"

Nach ihrem verletzungsbedingten Aus in Madrid und einer frühen Niederlage in Rom reist Angelique Kerber fit und motiviert zu den French Open nach Paris. "Ich bin wieder voll gesund", sagt die beste deutsche Tennisspielerin.
| sid
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Angelique Kerber scheiterte bei den French Open 2016 in der ersten Runde - bei den anderen drei Grand-Slam-Turnieren stand sie jeweils im Finale und gewann dabei zwei Titel.
Daniel Maurer/dpa Angelique Kerber scheiterte bei den French Open 2016 in der ersten Runde - bei den anderen drei Grand-Slam-Turnieren stand sie jeweils im Finale und gewann dabei zwei Titel.

München - Angelique Kerber wirkte nicht wie jemand, der hadert und an sich zweifelt. Angelique Kerber lächelte - immer wieder. Die Nummer eins der Tennis-Weltrangliste war durchaus überzeugend darin, den Eindruck zu zerstreuen, sie befinde sich kurz vor den French Open in einer Krise.

"Es ist kein großes Drama", sagte Kerber am Mittwoch gelassen über die zurückliegenden, keineswegs erfolgreichen Wochen. Verletzung beim Turnier in Madrid, Auftaktniederlage in Rom - die Kielerin ist fraglos in einer schwierigen Phase.

Kurz vor ihrem Abflug nach Paris suchte Kerber bei einer Pressekonferenz in München aber für sich die positiven Aspekte heraus. Denn als Top-Favoritin geht die 29-Jährige nun am Bois de Boulogne gewiss nicht an den Start. "Die letzten Wochen waren vielleicht nicht die besten, aber gerade richtig, um jetzt noch einmal alles herauszuholen. Es ist vielleicht sogar gut, wenn man nicht mit mir rechnet", sagte sie.

Kerber baut auf ihre Willensstärke

Kämpferisch ("Ich lasse mich nicht unterkriegen") will Kerber den jüngsten Eindrücken begegnen, und die Kraft dafür hat sie während ein paar Tagen der Ruhe nach dem Aus in Rom geschöpft. "Ich habe mir Zeit genommen und bin eigentlich guter Dinge. Die Niederlage habe ich als kleinen Kick gebraucht", befand Kerber, die sich damit beruhigt, dass sie ihre Willensstärke schon oft aus Tälern geführt hat.

Kerber merkt aber auch, dass als Nummer eins alles anders ist, dass jedes Spiel, jeder Satz, dass jeder Ballwechsel, jeder Aufschlag viel genauer beäugt wird als zuvor. "Es wird mir viel mehr auf die Finger geschaut, es ist eine ganz andere Situation. Ich habe schon einige Steine auf dem Rücken", sagte Kerber.

Es sei aber eine Situation, an der sie wachse, die sie stärke. Dennoch, all der Druck, all die Erwartungen lassen sie nachdenken. Kerber überlegt, weitere Berater in ihr Team zu integrieren. "Bei den Herren haben sich fast alle Top-Spieler Legenden als Extramotivation dazugeholt, als Hilfe für die letzten zwei, drei Prozent. Vielleicht suche ich mir auch Hilfe von einem Champion", sagte Kerber.

Zudem erwäge sie, künftig den Fokus noch stärker auf die Top-Turniere zu legen: "Es gibt die Überlegung, Turniere auszulassen, um sich noch besser auf die großen vorzubereiten." Vor dem größten Sandplatz-Turnier der Welt hat Kerber auch ihre gesundheitlichen Probleme überwunden.

Die Oberschenkelverletzung, die in Madrid das Aus erzwang, hat sie auskuriert. Kerber ist fit vor dem zweiten Grand-Slam-Turnier der Saison. "Ich bin wieder vollkommen gesund", sagte sie. Paris kann kommen - auch wenn der Belag überhaupt nicht nach dem Geschmack der Kielerin ist. Und nicht zu vergessen: 2016 schied Kerber im Stade Roland Garros bereits in Runde eins aus. Es wurde trotzdem "ein Traumjahr", wie sie heute sagt.

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