Stuttgart: Kerber und Görges verlieren Duell gegen den Jetlag

Angelique Kerber und Julia Görges haben im Achtelfinale von Stuttgart das Duell mit dem Jetlag verloren und sind als letzte deutsche Spielerinnen ausgeschieden. Dem Duo waren die Strapazen des Fed-Cup-Halbfinals in Australien deutlich anzumerken.
| SID
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Angelique Kerber und Julia Görges haben im Achtelfinale von Stuttgart das Duell mit dem Jetlag verloren und sind als letzte deutsche Spielerinnen ausgeschieden. Dem Duo waren die Strapazen des Fed-Cup-Halbfinals in Australien (3:1) samt Rückreise deutlich anzumerken. In den entscheidenden Momenten fehlten nach dem Höllentrip Kraft und Konzentration.

Stuttgart  –  Angelique Kerber und Julia Görges haben im Achtelfinale von Stuttgart das Duell mit dem Jetlag verloren und sind als letzte deutsche Spielerinnen ausgeschieden. Dem Duo waren die Strapazen des Fed-Cup-Halbfinals in Australien (3:1) samt Rückreise deutlich anzumerken. In den entscheidenden Momenten fehlten nach dem Höllentrip Kraft und Konzentration.

Die deutsche Nummer eins Kerber (Kiel) verpasste das Viertelfinale durch ein 5:7, 4:6 gegen Carla Suarez Navarro (Spanien). Wildcard-Inhaberin Görges, Stuttgart-Siegerin von 2011, zog trotz eines Traumstarts mit 6:1, 2:6, 3:6 gegen Ana Ivanovic (Serbien/Nr. 9) den Kürzeren. Damit geht das mit 710.000 Dollar dotierte Hallensandplatz-Turnier ohne Beteiligung der Gastgeber in die entscheidende Phase. Sechs deutsche Spielerinnen hatten im Hauptfeld des "Heimspiels" gestanden. Linkshänderin Kerber waren im Duell mit der Weltranglisten-16. Suarez Navarro die Belastungen der vergangenen Tage anzumerken. Die 26-Jährige war mit dem Fed-Cup-Team erst am Montagnachmittag aus Brisbane nach Stuttgart gekommen.

Kerber kämpfte zwar, musste nach 53 Minuten aber das Break zum Satzverlust hinnehmen. Gerade die längeren Ballwechsel entschied die laufstarke Spanierin Suarez Navarro, die Kerber im Achtelfinale der US Open 2013 bezwungen hatte, für sich. Selbst die Anfeuerung ihrer eigens aus Polen angereisten Großeltern nutzten der Weltranglistensiebten diesmal nichts. Im vergangenen Jahr hatte Kerber, die nur drei von zwölf Breakchancen nutzte, im Halbfinale von Stuttgart gestanden.

Wenige Stunden zuvor hatte Görges zu Beginn eine tolle Leistung gezeigt, dann aber stark abgebaut. "Am Ende hat mir die Kraft gefehlt", sagte die Weltranglisten-94.: "Aber das Positive ist, dass ich trotz der Reisestrapazen in der Lage war, so Tennis zu spielen."

Zuvor hatten bereits die topgesetzte Agnieszka Radwanska (Polen) und Titelverteidigerin Maria Scharapowa (Russland/Nr. 6) relativ mühelos das Viertelfinale erreicht. Radwanska besiegte in ihrem Auftaktmatch die Italienerin Roberta Vinci mit 6:3, 6:2.

In der Runde der letzten Acht trifft die 25-jährige Radwanska am Freitag auf Scharapowa. "Wir kennen uns gut, haben aber länger nicht gegeneinander gespielt. Es wird interessant", sagte die Russin. Die frühere Nummer eins setzte sich am Donnerstag mit 6:4, 6:3 gegen ihre Landsfrau Anastasia Pawljuschenkowa durch und benötigte 1:32 Stunden für ihren zehnten Sieg in Stuttgart in Serie.

Doch Scharapowa steht bei einem ihrer Lieblings-Veranstaltungen unter Druck: Wenn die 27-Jährige nicht mindestens in die Vorschlussrunde kommt, wird sie am kommenden Montag erstmals seit über drei Jahren (April 2011) nicht mehr in den Top Ten stehen.

Die viermalige Grand-Slam-Siegerin Scharapowa könnte nach ihren Erfolgen 2012 und 2013 in diesem Jahr den Stuttgart-Hattrick schaffen. Allerdings hat die bestverdienende Sportlerin der Welt (rund 21 Millionen Euro pro Jahr) noch nie in ihrer seit 2001 andauernden Laufbahn ein Turnier dreimal in Serie gewonnen.

In einem weiteren Viertelfinale stehen sich am Freitag die Serbin Jelena Jankovic, Stuttgart-Siegerin von 2008, und Alisa Klejbanowa gegenüber. Die Russin hat inzwischen den Kampf gegen den Krebs gewonnen, nachdem bei ihr im Mai 2011 ein bösartiger Tumor im Lymphsystem entdeckt worden war. Am Mittwoch waren Wimbledon-Finalistin Sabine Lisicki (Berlin) und Andrea Petkovic (Darmstadt) in der ersten Runde gescheitert. Vor allen Dingen Lisicki hatte beim 1:6, 3:6 gegen Ivanovic enttäuscht.

 

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