Sieg gegen Mladenovic: Petkovic überrascht bei French Open

Andrea Petkovic hat bei den French Open einen großen Auftritt hingelegt. Für zwei deutsche Männer war das Turnier derweil nach dem zweiten Tag beendet.
| SID
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Andrea Petkovic erinnert bei den French Open an vergangene Zeiten.
dpa Andrea Petkovic erinnert bei den French Open an vergangene Zeiten.

Paris - Ein großer Auftritt auf einer großen Bühne: Andrea Petkovic hat bei den French Open mit einer kämpferisch wie spielerisch furiosen Leistung die zweite Runde erreicht und damit am zweiten Turniertag für das Ausrufezeichen aus deutscher Sicht gesorgt. Auf dem Court Suzanne Lenglen, dem zweitgrößten Stadion der Anlage von Roland Garros, siegte die 30-Jährige gegen die französische Lokalmatadorin Kristina Mladenovic mit 7:6 (12:10), 6:2.

"Ich hab nur gedacht: 'Andrea konzentrier dich auf jeden Punkt und hör auf zu denken'", sagte Petkovic im "Eurosport"-Interview: "Ich zittere noch, ich bin so aufgeregt. Ich bin gerade komplett drüber. Jetzt genieße ich erstmal mein Leben." In der zweiten Runde trifft sie auf Johanna Larsson (Schweden) oder Bethanie Mattek-Sands (USA).

Restlichen deutschen Enttäuschen

Für die restlichen Deutschen war das Grand-Slam-Turnier am Montag derweil bereits nach der ersten Partie beendet. Philipp Kohlschreiber unterlag dem Kroaten Borna Coric, der Münchner Peter Gojowczyk gab verletzt auf. Dazu kassierten Tatjana Maria (Bad Saulgau) und Laura Siegemund (Metzingen) Erstrundenpleiten. Von den sieben der insgesamt 15 deutschen Starter, die bereits im Einsatz waren, hatte zuvor nur Hoffnungsträger Alexander Zverev die zweite Runde erreicht.

Dort steht nun auch Petkovic, die sich eigentlich auf ihrer Abschiedstour vom Profitennis befindet. Zumindest musste man diesen Eindruck in den vergangenen Monaten zunehmend gewinnen. An ihr einstiges sportliches Niveau kommt die auf Nummer 107 der Weltrangliste abgerutschte Darmstädterin schon länger nicht mehr heran. Stattdessen widmet sie sich mit zunehmendem Eifer journalistischen Projekten, wie etwa ihrer regelmäßigen Kolumne für die "Süddeutsche Zeitung".

Andrea Petkovic dreht die Uhren zurück

Am Montag jedoch drehte Petkovic die Uhren zurück. Im packenden Tiebreak des ersten Durchgangs, in dem sie beim Stand von 3:6 drei Satzbälle in Serie abwehrte, zeigte sie eine Klasse aus fast vergessenen Tagen. Im zweiten Durchgang machte sie dann sogar regelrecht kurzen Prozess mit der an Nummer 29 gesetzten Mladenovic. Wer Favoritin und wer Außenseiterin ist, war für die Zuschauer nicht nur aufgrund der identischen Outfits beider Spielerinnen kaum zu erkennen.

Dagegen hatte Kohlschreiber (34) beim 3:6, 6:3, 3:6, 4:6 gegen den 13 Jahre jüngeren Coric nur phasenweise zu seinem Spiel gefunden. Der Augsburger Routinier scheiterte damit bei seinem 14. Start in Paris zum dritten Mal in Folge an seiner Auftakthürde. Gojowczyk, als Nummer 43 der Welt derzeit Deutschlands drittbester Tennisspieler, zahlte derweil den Preis für seine Finalteilnahme am Samstag beim ATP-Turnier in Genf.

"Ich habe schon im Endspiel in Genf meinen Körper generell gespürt", sagte Gojowczyk, der gegen den Briten Cameron Norrie nach nur 41 Minuten beim Stand von 1:6, 0:2 aufgrund einer Verletzung an der rechten Hüfte aufgeben: "Die Enttäuschung ist sehr groß, denn ich war gut drauf."

Zverev konnte nach seinem mühelosen Auftaktsieg gegen den Litauer Ricardas Berankis (6:1, 6:1, 6:2) derweil in Ruhe auf seinen nächsten Gegner warten. Es wurde der serbische Weltranglisten-60. Dusan Lajovic, der Jiri Vesely aus Tschechien mit 6:3, 6:1, 6:3 keine Chance ließ. Der an Position zwei gesetzte Zverev ist klarer Favorit, obwohl sich auch Lajovic in guter Sandplatzform präsentiert.

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