Schwimmstar Ian Thorpe verwirrt aufgegriffen

Der australische Rekordschwimmer Ian Thorpe ist in der Klinik. Sein Management spricht von Depressionen. Zuvor wurde er desorientiert in Sydney aufgegriffen
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Er leidet seit Jahren an Depressionen: Ian Thorpe, hier bei der Vorstellung seiner Autobiographie, in der die Krankheit ein großes Thema ist.
Er leidet seit Jahren an Depressionen: Ian Thorpe, hier bei der Vorstellung seiner Autobiographie, in der die Krankheit ein großes Thema ist.

Der australische Rekordschwimmer Ian Thorpe ist in der Klinik. Sein Management spricht von Depressionen. Zuvor wurde er desorientiert in Sydney aufgegriffen

Sydney - Die Australier sorgen sich um ihr Schwimm-Idol. Ian Thorpe Der frühere australische Schwimmstar ist am Montag in eine Klinik eingewiesen worden. Der fünfmalige Olympiasieger war am Morgen in Sydney in benebelten Zustand in einem fremden Fahrzeug aufgefunden worden. Nach örtlichen Medienberichten hatte ein 14-jähriger Bub beobachtet, wie jemand versuchte, ins Auto seiner Familie einzusteigen. Er wurde ins Krankenhaus gebracht.

Später teilte sein Manager James Erskine mit, Thorpe habe unter dem Einfluss von Antidepressiva und Schmerzmitteln gestanden. Er habe mit den Medikamenten eine Verletzung an der Schulter kuriert. Gerüchte, denen zufolge der 31-Jährige angeblich mit Alkoholmissbrauch zu kämpfen hat, wies sein Sprecher zurück.

Der elfmalige Weltmeister gehört zu den erfolgreichsten Schwimmern seiner Generation. Thorpe, wegen seiner eindrucksvollen Leistung unter anderem über 400-Meter-Freistil auch "Thorpedo" genannt, gewann allein bei den Olympischen Spielen in Sydney 2000 drei Goldmedaillen und zweimal Silber. Schon Ende Januar hatte es Gerüchte gegeben, der 31-Jährige sei wegen Alkoholsucht und Depressionen ins Krankenhaus eingewiesen worden. Veranlasst habe das seine Familie, nachdem der Schwimmer schwer gestürtzt sei.

Diesen Bericht des The Sydney Daily Telegraph hatte das Management damals noch dementiert: "Er ist nicht im Entzug." Thorpe hatte schon 2006 seine Karriere für eine fünfjährige Pause unterbrochen. Das Comeback allerdings geriet holprig. Bei Olympia 2012 scheiterte er schon im Vorfeld, die Spiele 2014 sind wegen der Schulterverletzung gestorben. In seiner 2013 veröffentlichten Autobiografie hatte sich Thorpe öffentlich zu seiner Depression geäußert. Nicht einmal seine Familie wisse, dass er einen großen Teil seines Lebens mit einer "lähmenden Depression" gekämpft habe.


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