Peter Haas: „Ich traue Tommy alles zu“

Der 35-jährige Haas gehört am Aumeister zu den Favoriten. Hier spricht sein Vater über Chancen, Familie – und das Alter.
| Thomas Becker
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MÜNCHEN Die erste Runde der BMW Open ist ausgelost, und die hat es gleich in sich: Gael Monfils, ehemals Nummer sieben der Welt, bekommt es mit Jürgen Melzer zu tun, dem zweifachen Grand-Slam-Sieger im Doppel. Kein Wunder also, dass Kollegen wie Janko Tipsarevic und Nikolay Davidenko trotz der herbstlichen Temperaturen eifrig trainieren. Immerhin hagelte es am Sonntag nicht, so wie am Tag zuvor. Einer, der mindestens so viel Sonne im Gesicht hat wie die ATP-Profis, ist Peter Haas, der Vater von Deutschlands bestem Tennisspieler Tommy Haas. Die AZ fragte mal nach, wie es dem Weltranglisten-Vierzehnten derzeit so geht.

AZ: Herr Haas, der Name Ihres Sohnes steht hier bei den BMW Open ganz schön häufig auf dem Trainingsplan. Er scheint sich so einiges vorgenommen zu haben, tritt mit Radek Stepanek auch noch in der Doppel-Konkurrenz an. Wie geht es dem Junior?

PETER HAAS: Eigentlich geht’s ihm gut. Er freut sich immer, wenn er hier in der Heimat ist und seine Familie sieht, vor allem die Kinder seiner Schwester. Da ist er ja der Onkel, der Onkel Thomas.

Sind seine Frau Sara und die kleine Tochter Valentina diesmal auch mit dabei?

Ja, die kommen am Montag an.

Wohnt er, wenn er in München ist, dann wieder zuhause bei Mama und Papa?

Nein, er ist im Hotel. Bei uns, das wäre zu umständlich. Wir wohnen ja außerhalb von München, und dann müsste er ständig hin und her fahren.

Wie schätzen Sie seine Form ein?

Es fehlt ihm nichts, er fühlt sich wohl, ist topfit, hat eine sensationelle Form. Für sein hohes Alter ist er gut dabei.

Sie sprechen es an: Vor drei Wochen ist er 35 Jahre alt geworden. Wurde denn ordentlich gefeiert?

Wir haben drüben bei ihm in den USA gefeiert. Ich bin ja mit meiner Frau im Winter immer in den Staaten.

Was trauen Sie Ihrem Sohn beim Turnier heuer zu?

Ich traue Tommy alles zu. Aber er hat natürlich keine leichte Aufgabe. Im ersten Spiel trifft er entweder auf Gulbis oder Nieminen, zwei Top-Spieler. Gegen beide hat er glaube ich in großen Turnieren schon mal in fünf Sätzen verloren, obwohl er immer vorne gelegen hatte. Ein schwieriges Match. Da muss er aufpassen. Spielen könne die alle, die hier sind, aber das sind zwei extrem gefährliche Spieler. Aber ich würd’s ihm natürlich wünschen, dass er hier wieder weit kommt. Letztes Jahr lief’s ja auch ganz gut. Eine tolle Saison.

Da er wie alle Top 4 gesetzten Spieler in die ersten Runde ein Freilos hat, wird er nicht vor Mittwoch auf dem Platz stehen, abgesehen vom Training und vom Gaudi-Match mit Philipp Kohlschreiber, Timo Glock und Bruno Spengler am Montagfrüh um zehn...

Ich hoffe mal, dass es bis dahin wärmer wird. Kälte ist nicht so sein Wetter. Letztes Jahr hat er hier ja auch gut gespielt, bis das Wetter ein bisschen gekippt ist, es kalt wurde, und dann war das gegen Marin Cilic nicht mehr so toll. Er braucht also schon ein bisschen Wärme.

 

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