Maschine und Co.: Das ist das DHB-Team

Wer sind die verrückten jungen Wilden, die bei der Handball-EM in Polen von Sieg zu Sieg stürmen? DHB-Teammanager Oliver Roggisch stellt die Stammformation vor. Von perfekten Frisuren und großen Füßen.
| sid/az
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Nach dem Erfolg gegen Russland winkt der Mannschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson der erste Halbfinaleinzug bei einem Großereignis seit 2008. DHB-Teammanager Oliver Roggisch, Weltmeister von 2007, stellt die Stammformation mit einem Augenzwinkern vor.
sampics/Augenklick 11 Nach dem Erfolg gegen Russland winkt der Mannschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson der erste Halbfinaleinzug bei einem Großereignis seit 2008. DHB-Teammanager Oliver Roggisch, Weltmeister von 2007, stellt die Stammformation mit einem Augenzwinkern vor.
DHB-Teammanager Oliver Roggisch.
dpa 11 DHB-Teammanager Oliver Roggisch.
Andreas Wolff (24, Torhüter): "Andi ist unsere Athletik-Maschine. Es gibt wenige Torhüter auf der Welt, die so oft im Kraftraum unterwegs sind wie er. Ob er das nur für Mallorca macht oder er es für sein Spiel braucht, ist unbekannt. Er ist wahnsinnig beweglich. Es gibt nicht viele Torhüter, die ihr Bein auf die Latte legen können. Er ist ein Riesentyp, hat in den letzten zwei Jahren einen Riesensprung nach oben gemacht und ist mittlerweile ein Weltklasse-Torhüter."
sampics/Augenklick 11 Andreas Wolff (24, Torhüter): "Andi ist unsere Athletik-Maschine. Es gibt wenige Torhüter auf der Welt, die so oft im Kraftraum unterwegs sind wie er. Ob er das nur für Mallorca macht oder er es für sein Spiel braucht, ist unbekannt. Er ist wahnsinnig beweglich. Es gibt nicht viele Torhüter, die ihr Bein auf die Latte legen können. Er ist ein Riesentyp, hat in den letzten zwei Jahren einen Riesensprung nach oben gemacht und ist mittlerweile ein Weltklasse-Torhüter."
Finn Lemke (23, Abwehrchef): "Er hat bei 2,10 Meter Schuhgröße 45 - unerklärlich, wie so etwas gehen kann. Das ist aus stylischen Aspekten natürlich von Vorteil. Ich habe Größe 47, da geht es auch noch. Aber dann wird es schwierig. Er ist ein überragender Abwehrspieler und hat die Aufgabe als Abwehrchef angenommen. Er pusht die Jungs in der Kabine schon richtig, hat unglaubliches Feuer in den Augen und macht mir persönlich unglaublich viel Spaß. Er zieht die Mannschaft mit und macht bislang einen Riesenjob."
firo/Augenklick 11 Finn Lemke (23, Abwehrchef): "Er hat bei 2,10 Meter Schuhgröße 45 - unerklärlich, wie so etwas gehen kann. Das ist aus stylischen Aspekten natürlich von Vorteil. Ich habe Größe 47, da geht es auch noch. Aber dann wird es schwierig. Er ist ein überragender Abwehrspieler und hat die Aufgabe als Abwehrchef angenommen. Er pusht die Jungs in der Kabine schon richtig, hat unglaubliches Feuer in den Augen und macht mir persönlich unglaublich viel Spaß. Er zieht die Mannschaft mit und macht bislang einen Riesenjob."
Steffen Weinhold (29, Kapitän und Rückraum rechts): "Er ist mit 29 schon einer der Senioren in unserer jungen Mannschaft. Er füllt das Kapitänsamt super aus, war unter Uwe Gensheimer schon Co-Kapitän. Er ist in der Mannschaft ein absoluter Leader - nicht nur auf dem Spielfeld, auch außerhalb. Seine Meinung zählt. Er ist ein richtiger Typ, mit dem man auch viel Spaß haben kann. Wenn er mal nicht auf der Platte steht und genug Schnee liegt, dann verschwindet er auch mal kurz in die Alpen. Ich durfte mit ihm schon ein paar Mal Ski fahren gehen, etwas, das unter Handballern nicht immer ganz so gern gesehen wird. Da konnte ich mir noch einiges abgucken."
sampics/Augenklick 11 Steffen Weinhold (29, Kapitän und Rückraum rechts): "Er ist mit 29 schon einer der Senioren in unserer jungen Mannschaft. Er füllt das Kapitänsamt super aus, war unter Uwe Gensheimer schon Co-Kapitän. Er ist in der Mannschaft ein absoluter Leader - nicht nur auf dem Spielfeld, auch außerhalb. Seine Meinung zählt. Er ist ein richtiger Typ, mit dem man auch viel Spaß haben kann. Wenn er mal nicht auf der Platte steht und genug Schnee liegt, dann verschwindet er auch mal kurz in die Alpen. Ich durfte mit ihm schon ein paar Mal Ski fahren gehen, etwas, das unter Handballern nicht immer ganz so gern gesehen wird. Da konnte ich mir noch einiges abgucken."
Christian Dissinger (24, Rückraum links): "Er hat eine wahnsinnige Wurfkraft und war bei den Junioren schon weltbester Halblinker. Er hat leider schon zwei Kreuzbandrisse, deswegen ist er in seiner Entwicklung vielleicht noch nicht ganz da, wo ihn manche damals gesehen haben. Wenn seine Dinger aufs Tor kommen, dann sind sie schwer zu halten."
dpa 11 Christian Dissinger (24, Rückraum links): "Er hat eine wahnsinnige Wurfkraft und war bei den Junioren schon weltbester Halblinker. Er hat leider schon zwei Kreuzbandrisse, deswegen ist er in seiner Entwicklung vielleicht noch nicht ganz da, wo ihn manche damals gesehen haben. Wenn seine Dinger aufs Tor kommen, dann sind sie schwer zu halten."
Jannik Kohlbacher (20, Kreisläufer): "Zu Jannik fällt mir 160 Kilo ein - nicht Körpergewicht. Das drückt der junge Mann beim Bankdrücken im Kraftraum. Unglaublich. Ich habe früher mal 110 geschafft. Da muss ich mich hinter ihm verstecken. Er hat ein Wahnsinnskreuz und für die Kreisläufer-Position genau den richtigen Körper, also einen tiefen Schwerpunkt und unglaublich kräftig. Er sieht ein bisschen moppelig aus, aber das ist schon Power, die er hat. Wenn er den Ball hat, ist er schwer zu verteidigen. Er braucht ein halbes Kilo Gel vor dem Spiel, um seine Haare zu fixieren. Ich weiß nicht, ob Sie diese Playmobil-Männchen von früher noch kennen. So ist er damals, glaube ich, zum Frisör gegangen und wollte diese Frisur haben - sieht super aus. Nach dem Spiel muss er nicht duschen, die Haare sitzen einfach perfekt."
sampics/Augenklick 11 Jannik Kohlbacher (20, Kreisläufer): "Zu Jannik fällt mir 160 Kilo ein - nicht Körpergewicht. Das drückt der junge Mann beim Bankdrücken im Kraftraum. Unglaublich. Ich habe früher mal 110 geschafft. Da muss ich mich hinter ihm verstecken. Er hat ein Wahnsinnskreuz und für die Kreisläufer-Position genau den richtigen Körper, also einen tiefen Schwerpunkt und unglaublich kräftig. Er sieht ein bisschen moppelig aus, aber das ist schon Power, die er hat. Wenn er den Ball hat, ist er schwer zu verteidigen. Er braucht ein halbes Kilo Gel vor dem Spiel, um seine Haare zu fixieren. Ich weiß nicht, ob Sie diese Playmobil-Männchen von früher noch kennen. So ist er damals, glaube ich, zum Frisör gegangen und wollte diese Frisur haben - sieht super aus. Nach dem Spiel muss er nicht duschen, die Haare sitzen einfach perfekt."
Tobias Reichmann (27, Rechtsaußen): "Er spielt bei Kielce und ist unser Polen-Experte und damit auch mein Ansprechpartner, wenn es ums Dolmetschen geht. Sportlich ist er unser Sprungwunder, springt aus dem Stand gefühlt zwei Meter hoch - so etwas habe ich selten gesehen. Wenn ein Außenspieler im Wurf noch einmal antäuschen kann und erst beim zweiten Durchziehen aufs Tor wirft, spricht das für seine Sprungkraft. Zudem ist er Mister 100 Prozent vom Siebenmeterpunkt. Wirft in Kielce keine Siebenmeter, kommt dann hierher und haut dann die Dinger rein. Solche Typen brauchen wir und bringen die Mannschaft weiter."
dpa 11 Tobias Reichmann (27, Rechtsaußen): "Er spielt bei Kielce und ist unser Polen-Experte und damit auch mein Ansprechpartner, wenn es ums Dolmetschen geht. Sportlich ist er unser Sprungwunder, springt aus dem Stand gefühlt zwei Meter hoch - so etwas habe ich selten gesehen. Wenn ein Außenspieler im Wurf noch einmal antäuschen kann und erst beim zweiten Durchziehen aufs Tor wirft, spricht das für seine Sprungkraft. Zudem ist er Mister 100 Prozent vom Siebenmeterpunkt. Wirft in Kielce keine Siebenmeter, kommt dann hierher und haut dann die Dinger rein. Solche Typen brauchen wir und bringen die Mannschaft weiter."
Rune Dahmke (22, Linksaußen): "Es gibt wenige Spieler, die den Dreher von Uwe Gensheimer so gut imitieren können wie Rune Dahmke. Er ist auf dem besten Weg dahin zu kommen, wo Uwe schon ist. Er hat in Kiel gezeigt, dass er ein Weltklasse-Außen ist. Trotz Verletzung hat er sich in das Turnier reingekämpft. Zudem ist er ein guter Fußballer, hat an der Torwand beim ZDF-Sportstudio einen Ball mehr versenkt als ich."
dpa 11 Rune Dahmke (22, Linksaußen): "Es gibt wenige Spieler, die den Dreher von Uwe Gensheimer so gut imitieren können wie Rune Dahmke. Er ist auf dem besten Weg dahin zu kommen, wo Uwe schon ist. Er hat in Kiel gezeigt, dass er ein Weltklasse-Außen ist. Trotz Verletzung hat er sich in das Turnier reingekämpft. Zudem ist er ein guter Fußballer, hat an der Torwand beim ZDF-Sportstudio einen Ball mehr versenkt als ich."
Steffen Fäth (25, Spielmacher): "Steffen ist eher der ruhigere Typ bei uns in der Mannschaft. Er hat in knapp eineinhalb Wochen sein Hotelzimmer nicht einmal verlassen, außer zum Essen oder Training. Er verbringt sehr viel Zeit mit Prison Break. Diese Serie gab es mal vor fünf Jahren, da habe ich sie geschaut. Fäth schaut sie jetzt, er lebt also ein bisschen in der Vergangenheit. Er ist aber ein richtig guter Typ. Steffen hat zuletzt hart an sich gearbeitet und einen Riesenschritt nach vorne gemacht. Für mich ist er einer der großen Überraschungen bei diesem Turnier."
dpa 11 Steffen Fäth (25, Spielmacher): "Steffen ist eher der ruhigere Typ bei uns in der Mannschaft. Er hat in knapp eineinhalb Wochen sein Hotelzimmer nicht einmal verlassen, außer zum Essen oder Training. Er verbringt sehr viel Zeit mit Prison Break. Diese Serie gab es mal vor fünf Jahren, da habe ich sie geschaut. Fäth schaut sie jetzt, er lebt also ein bisschen in der Vergangenheit. Er ist aber ein richtig guter Typ. Steffen hat zuletzt hart an sich gearbeitet und einen Riesenschritt nach vorne gemacht. Für mich ist er einer der großen Überraschungen bei diesem Turnier."
Dagur Sigurdsson (Bundestrainer): "Spätestens seit dem großen Interview von ARD und ZDF in Island wissen die Leute, dass unser Mastercoach auch ein lustiger Typ sein kann, der nicht nur die Taktik-Tafel in der Hand hat. Er ist ein unglaublicher Trainer, der nicht nur taktisch super was drauf hat, sondern auch weiß, wie er die Mannschaft nehmen muss. Er findet in den Ansprachen immer die richtigen Worte, um die Jungs heiß zu machen. Privat kann man mit ihm super viel Spaß haben. Zudem ist er ein Business-Mann, hat in Island viele Geschäfte am Laufen. Er ist sehr vielschichtig, fährt wie ich auch Harley Davidson. Motorradfahren ist seine Leidenschaft."
firo/Augenklick 11 Dagur Sigurdsson (Bundestrainer): "Spätestens seit dem großen Interview von ARD und ZDF in Island wissen die Leute, dass unser Mastercoach auch ein lustiger Typ sein kann, der nicht nur die Taktik-Tafel in der Hand hat. Er ist ein unglaublicher Trainer, der nicht nur taktisch super was drauf hat, sondern auch weiß, wie er die Mannschaft nehmen muss. Er findet in den Ansprachen immer die richtigen Worte, um die Jungs heiß zu machen. Privat kann man mit ihm super viel Spaß haben. Zudem ist er ein Business-Mann, hat in Island viele Geschäfte am Laufen. Er ist sehr vielschichtig, fährt wie ich auch Harley Davidson. Motorradfahren ist seine Leidenschaft."

Wer sind die verrückten jungen Wilden, die bei der Handball-EM in Polen von Sieg zu Sieg stürmen? DHB-Teammanager Oliver Roggisch stellt die Stammformation vor. Von perfekten Frisuren und großen Füßen.

Breslau - Vor dem Turnier in Polen hagelte es Absagen arrivierter Größen, die Chancen der DHB-Auswahl auf eine glanzvolle EM tendierten gegen Null. Dann der furiose Aufbruch, der im Sieg gegen Russland gipfelte.

Selbst wenn die deutschen Handballer das Halbfinale nicht erreichen - die junge Truppe hat ein fantastisches, sensationelles Turnier gespielt. Und: Es wäre der erste Halbfinaleinzug bei einem Großereignis seit 2008.

Wer sind eigentlich diese Handball-Verrückten, die Bundestrainer Dagur Sigurdsson in so kurzer Zeit zu einer Einheit geformt hat? DHB-Teammanager Oliver Roggisch, Weltmeister von 2007, stellt die Stammformation vor - auf seine Art.

Sehen Sie hier die Bilder: So sexy sind die Australian Open

 

Weinhold und Dissinger fallen aus

 

Bitter für die deutsche Auswahl: Für die beiden Kieler Steffen Weinhold und Christian Dissinger - Stützen der Stammformation - ist das Turnier beendet.

Kapitän Weinhold zog sich am Sonntag beim 30:29-Sieg über Russland einen Muskelbündelriss der Adduktoren zu und wird sechs bis acht Wochen ausfallen.

Dissinger erlitt eine nicht ganz so schwere Adduktorenverletzung. "Für beide Spieler ist das Turnier leider beendet", sagte Delegationsleiter Bob Hanning am Montag im Anschluss an die medizinischen Untersuchungen.

Kai Häfner von der TSV Hannover-Burgdorf und Julius Kühn vom VfL Gummersbach wurden nachnominiert und sollten am Montagmittag im Teamhotel in Breslau ankommen.

 

 

 

 

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