Langer trifft, Kaymer kneift

Martin Kaymer, der Star, trainiert statt zu feiern. Beim Sieg von Larrazabal landet er aber nur auf Rang 18.
| Thomas Becker
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Kappe runter, Augen zu und durch: Martin Kaymer musste seine Siegchancen in Eichenried schon recht früh begraben.
dapd Kappe runter, Augen zu und durch: Martin Kaymer musste seine Siegchancen in Eichenried schon recht früh begraben.

Der Daumen hielt, immerhin. Als Bernhard Langer unter dem Jubel der „Trachtengruppe Golf“ im Seehaus mit gekonnten Schlägen die „Bavarian Player’s Night“ anzapfte, war die Handverletzung vergessen, die ein besseres Abschneiden bei den BMW Open verhindert hatte. Beim bunten Abend mit Bier, Brezn und Spanferkel hatten nicht alle Golf-Stars das selbe Handicap: Die einen (wie Langer und Alex Cejka) waren am Freitagabend schon raus aus dem Turnier, die anderen hatten noch zwei Wettkampftage vor sich. Deswegen schonte sich auch Deutschlands Bester, Martin Kaymer, und ließ den bayerischen Abend zugunsten eines Zusatz-Trainings aus.
Allzu viel hat die Sonderschicht nicht gebracht: Drei Jahre nach seinem Sieg in Eichenried landete der Weltranglisten-Dritte mit 279 Schlägen (70+68+71+69) und neun unter Par abgeschlagen auf Platz 18 – was ihn aber nicht verzagen ließ: „Ich bin eigentlich extrem zufrieden. Ich habe alles versucht und heute mein Maximum gegeben. Aber auf den Grüns hat es leider nicht funktioniert“, meinte Kaymer nach der Schlussrunde, „die erhoffte 63 wäre möglich gewesen. Aber ich fahre mit vielen positiven Dingen zum nächsten Turnier.“ Vor allem das vierte Birdie der Runde auf dem 18. Grün begeisterte die Fans. „Das war wieder ein sensationelles Gefühl, vor so viel Fans, die mir so viel Rückhalt gaben“, meinte Kaymer.
Aber selbst mit einem Sieg bei dem mit zwei Millionen Euro dotierten Europa-Turnier, das 62 700 Zuschauer an vier Tagen verfolgten, hätte sich der 26-jährige Düsseldorfer nicht auf Rang zwei verbessern können. Dafür war die internationale Konkurrenz qualitativ nicht gut und die Punktzahl nicht hoch genug, um im Ranking nach oben steigen zu können. Dennoch gab sich Martin Kaymer zuversichtlich: „Ich bin auf einem sehr guten Weg.“
Um den Sieg stritten am Ende die Spanier Sergio Garcia und Pablo Larrazábal. Erst im „Sudden Death“ am fünften Extra-Loch setzte sich Larrazábal durch. Marcel Siem aus Ratingen landete immerhin auf Platz 14.

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