Kühnen: "Die muss ich sehen"

Ende April steigen die BMW Open. Turnierchef Patrik Kühnen spricht über die Stars, den Nachwuchs und Veranstalter Michael Mronz.
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Zugpferd bei den BWM Open: Tommy Haas
dpa Zugpferd bei den BWM Open: Tommy Haas

AZ: Herr Kühnen, von 28. April bis 4. Mai 2014 steigen die BMW Open beim MTTC München am Aumeister, Sie sind Turnierdirektor. Das Teilnehmerfeld liest sich ja recht ordentlich.

PATRIK KÜHNEN: Wir haben ein tolles Hauptfeld mit absolut hochklassigen Spielern: Die Top Acht des Turniers bewegen sich alle zwischen den Plätzen 13 und 33 der Weltrangliste – eine so starke Besetzung hatten wir zuletzt 2009!

Sie geraten ja direkt ins Schwärmen…

(lacht) Das kann man auch bei diesen Spielern: Es ist eines der stärksten 250er-Turniere weltweit! Uns war wichtig, dass die Leute, die Tennis-Fans sagen: Diese Spieler muss ich sehen, da muss ich hin! Und ich glaube, das haben wir ganz gut geschafft.

Was Sie nicht geschafft haben: Ein Top-Ten-Spieler fehlt im Feld. Zu teuer oder nicht zu kriegen?

Wir haben auch Gespräche mit Top-Ten-Spielern geführt, aber deren Hauptaugenmerk liegt auf den Grand Slams und 1000er Turnieren. Das ist schade, aber ich glaube, dass wir trotzdem eine gute Mischung gefunden haben.

Mit Tommy Haas und Philipp Kohlschreiber konnten Sie die beiden Vorjahres-Finalisten wieder an Land ziehen.

Die beiden letztes Jahr im Finale zu haben, war fantastisch. Es freut mich persönlich sehr, dass Haas als Titelverteidiger wieder dabei ist. Er musste schon so viele Rückschläge wegstecken, hat sich immer wieder rangekämpft. Auf dem Platz kann er einfach alles. Er ist unser Zugpferd. Und bei Kohlschreiber muss man nur auf seine Erfolge schauen, um zu merken, dass ihm das Turnier in München einfach liegt. Er hat hier schon zweimal triumphiert.

Und der erst 16-jährige Zverev, der dank einer Wild-Card an den Start geht?

Er hat kürzlich die Australian Open der Junioren gewonnen und ist das größte Talent, das wir in Deutschland haben. Es ist toll, dass wir einen in die Weltspitze aufstrebenden, jungen Spieler mit einer Wild-Card ausstatten konnten. Das ist auch eine Anerkennung für seine Leistungen. Der Junge ist 16 Jahre alt. Der muss erst einmal in die Turnier-Atmosphäre eintauchen, gegen einen Top-Spieler antreten. Wenn es nicht gut läuft, dann ist er um eine große Erfahrung reicher.

Ihre sonstigen Favoriten der internationalen Konkurrenz?

Ich schätze den Weltranglisten-14. Fabio Fognini stark ein, er schlägt zum ersten Mal in München auf. Auch Mikhail Yuzhni ist immer für einen Turniersieg gut. Er ist schon zum elften Mal dabei, ist ein Urgestein des Turniers. Mich freut auch, dass Lleyton Hewitt zurückkommt, als ehemalige Nummer eins der Welt. Der ist einfach ein guter Typ, da weiß man, dass er alles gibt. Auch der Franzose Gael Monfils ist ein toller Spieler, der ein lebhaftes Tennis spielt und nebenbei die Leute unterhält. Sie sehen schon: Haas und Kohlschreiber werden es ziemlich schwer haben, wenn sie es wieder unter sich ausmachen wollen.

Anderes Thema: Nach der Pleite internationnderes Thema: Nach der Pleite von Charly Steebs Vermarktungsfirma im letzten Jahr ist mit Michael Mronz ein neuer Veranstalter an Bord, es blieb nur wenig Zeit, um das Turnier zu organisieren. Gab’s Schwierigkeiten?

Nein. Es gab eine ganz klare Trennung. Die Zusammenarbeit mit unserem neuen Veranstalter war von Anfang an sehr vertrauensvoll und professionell. Eine Unsicherheit war nie da. Es war vielleicht vom zeitlichen Ablauf etwas anders als zuvor, ein paar Wochen weniger Spielraum. Es ist immer spannend, ein Spielerfeld zusammenzustellen, jedes Jahr eine neue Herausforderung. Und ich verspreche: Wir werden auch in diesem Jahr hochattraktives Tennis sehen!

Interview: Matthias Eicher

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