Kubicas Rallye-Unfall: Formel-1-Rückkehr ungewiss

Drama um Formel-1-Pilot Robert Kubica: Dem Polen droht nach einem schweren Rallye-Unfall die Amputation der linken Hand.
| dpa
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Der schwer verletzte Formel-1-Pilot wird mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen.
AP 3 Der schwer verletzte Formel-1-Pilot wird mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen.
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AP 3 Der schwer verletzte Formel-1-Pilot wird mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen.
Der schwer verletzte Formel-1-Pilot wird mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen.
AP 3 Der schwer verletzte Formel-1-Pilot wird mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen.

Genua - Formel-1-Pilot Robert Kubica muss nach einem schweren Rallye-Unfall in der Nähe von Genua um die Fortsetzung seiner Rennfahrer-Karriere fürchten. Dem 26 Jahre alten Lotus-Renault-Fahrer droht nach dem Unfall die Amputation der linken Hand.

Lebensgefahr soll für den Polen nach Aussage eines Klinik-Sprechers in di Pietra Ligure aber nicht bestehen. Kubica wurde noch am Nachmittag operiert. Die neue Formel-1-Saison beginnt am 13. März in Bahrain.

Kubica hatte schon in der Vergangenheit als Hobby-Pilot an mehreren Rallyes teilgenommen. Lotus Renault bestätigte den Unfall, machte aber zunächst keine Angaben zur Schwere der Verletzungen

Er war bei der "Ronde di Andora" am Steuer eines Skoda Fabia 2000 in der Gemeinde San Lorenzo auf nassem Asphalt ins Schleudern geraten und gegen eine Leitplanke gekracht. Diese bohrte sich in das Auto. Der Wagen schleuderte anschließend weiter und prallte mit hoher Geschwindigkeit gegen die Mauer einer Kirche. Die Polizei beschlagnahmte wie üblich in solchen Fällen das Auto, um es zu untersuchen. Die Rallye mit 115 Fahrern wurde unterbrochen.

Während sein Co-Pilot Jakub Gerber unverletzt aus dem Auto stieg, erlitt Kubica schwere Verletzungen. Rettungskräfte mussten den Polen aus dem Auto schneiden. Anschließend wurde er mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus Santa Corona nach di Pietra Ligure gebracht. Kubica sei die ganze Zeit bei Bewusstsein gewesen, hieß es.

Unter anderem soll er sich mehrere Knochenbrüche und auch innere Verletzungen zugezogen haben. Bei der Operation am Nachmittag sollten vor allem die inneren Blutungen gestoppt werden. Wegen der Handverletzung wurde ein Spezialist hinzugezogen. Ob eine Amputation der Hand droht, wollte der Sprecher der Klinik nicht bestätigen: "Eine Amputation ist eine Entscheidung, die nicht so schnell getroffen wird", sagte er.

Noch am 3. Februar hatte Kubica in Valencia zum Abschluss der ersten Formel-1-Testfahrten des Jahres die Bestzeit gefahren. Er und Lotus Renault gelten als Geheimtipp für die kommende Weltmeisterschaft. Die nächsten Tests sind vom 10. Februar an in Jerez vorgesehen.

Der Pole gab am 6. August 2006 in Ungarn sein Debüt in der Formel 1 in einem BMW-Sauber als Teamkollege von Nick Heidfeld. Am 10. Juni 2007 überlebte er wie durch ein Wunder einen der spektakulärsten Formel-1-Crashs seit Jahren: Beim Grand Prix von Kanada in Montréal flog er im BMW-Sauber ab und überschlug sich mehrmals. Sein Auto wurde komplett zerstört, er blieb fast ohne Blessuren. Ein Jahr später holte er an gleicher Stätte im BMW-Sauber seinen ersten und bisher einzigen Grand-Prix-Sieg.

Wer ihn bei Lotus-Renault vorerst ersetzt, ist noch offen. Als Ersatzfahrer stehen der Franzose Romain Grosjean und der Brasilianer Bruno Senna zur Verfügung. Stammpilot neben Kubica ist der Russe Witali Petrow. Im vergangenen Jahr hatten sich die deutschen Fahrer Adrian Sutil, Nico Hülkenberg und Heidfeld Hoffnungen gemacht, Petrow bei Lotus Renault zu ersetzen.

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