Kalte Dusche für Vettel in der Sepang-"Sauna"

Vorjahressieger Sebastian Vettel hat zum Auftakt des Großen Preises von Malaysia im Training einen herben aber folgenlosen Dämpfer hinnehmen müssen.
| dpa
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Vorjahressieger Sebastian Vettel hat zum Auftakt des Großen Preises von Malaysia im Training einen herben aber folgenlosen Dämpfer hinnehmen müssen.

Sepang - Mit der schnellsten Runde in beiden Durchgängen revanchierte sich sein Red-Bull-Teamkollege Mark Webber eindrucksvoll für die schmerzhafte Heimschlappe gegen den Deutschen beim Formel-1-Saisonstart in Australien.

Vettel wies auf dem Sepang International Circuit als abgeschlagener 17. die Ewigkeit von 3,976 Sekunden Rückstand auf. Allerdings absolvierte er bei Temperaturen um die 30 Grad und der typischen subtropischen Schwüle ein Langstrecken-Programm. In der Nachmittagssession steigerte sich der 23 Jahre alte Hesse aus Heppenheim auf Rang vier und war dabei "nur" noch 0,214 Sekunden langsamer als Webber.

Bei Mercedes GP kehrte nach dem desaströsen Doppelausfall von Melbourne neue Zuversicht ein. Rekord-Champion Michael Schumacher (Kerpen) belegte als zunächst bester Deutscher mit dennoch stolzen 2,140 Sekunden Rückstand auf Webber Rang drei; danach landete der dreimalige Sepang-Sieger mit 1,212 Sekunden Plus auf dem fünften Platz. Sein Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg (Wiesbaden) bestätigte als Zehnter und Siebter den Aufwärtstrend bei den Silberpfeilen.

"Heute war ein produktiver Tag für uns mit vielen Runden und wenig Problemen", bilanzierte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. "Wir haben an unserer Rennabstimmung gearbeitet, dabei aber noch nicht ganz unser Ziel erreicht."

Aufhorchen ließ auch Nick Heidfeld. Trotz großer technischer Probleme an seinem Lotus-Renault, die ihn zu langen Pausen zwangen, schaffte es der 33 Jahre alte Mönchengladbacher als Siebter und Achter jeweils in die Top Ten. "Auf einmal hat das Vorderrad blockiert und nicht mehr aufgehört zu blockieren", schilderte Heidfeld sein Missgeschick, als er nach nur sechs Runden langsam an die Box zurückrumpeln musste. Im zweiten Durchgang konnte er erst nach 45 der 90 Minuten wieder auf die Strecke. Sein russischer Teamkollege Witali Petrow war am Vormittag wegen einer gebrochenen Aufhängung spektakulär ins Kiesbett geschossen.

Prima schlug sich auch Nico Hülkenberg (Emmerich). Der Testfahrer von Force India, der im ersten Training Stammpilot Paul di Resta ersetzen durfte, überzeugte als Vierter. Adrian Sutil (Gräfelfing) belegte im anderen Force India die Plätze 11 und 17. Timo Glock (Wersau) wurde im Virgin zweimal 19.

McLaren unterstrich, dass es beim zweiten Saisonlauf ein Wort um den Sieg mitreden wird. Der Melbourne-Zweite Lewis Hamilton kam auf die Ränge zwei und drei. Sein britischer Landsmann Jenson Button wies als Zweiter im zweiten Durchgang nur fünf Tausendstelsekunden Rückstand auf Webber auf, der in 1:36,876 Minuten die Tagesbestzeit erzielte. Zuvor war Button 15. geworden.

Vor dem Malaysia-Grand-Prix führt Titelverteidiger Vettel die WM mit 25 Punkten an. Hamilton (18 Punkte) ist Zweiter vor Petrow (15).

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