Hewitt: Ein Weltstar für Iphitos

Die BMW Open kämpfen um ihre Zukunft. Darum wird das Turnier am Aumeister aufgemöbelt. Sogar Lleyton Hewitt aus Australien, einst die Nr. 1, schlägt auf.
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Hat 26 Turniere gewonnen, darunter einmal Wimbledon (2002) und einmal die US Open (2001): Lleyton Hewitt aus Australien.
AP Hat 26 Turniere gewonnen, darunter einmal Wimbledon (2002) und einmal die US Open (2001): Lleyton Hewitt aus Australien.

Die BMW Open kämpfen um ihre Zukunft. Darum wird das Turnier am Aumeister aufgemöbelt. Sogar Lleyton Hewitt aus Australien, einst die Nr. 1, schlägt auf.

MÜNCHEN Die BMW Open, das Tennis-Highlight beim MTTC Iphitos , ist eine Münchner Traditions-Veranstaltung. Allerdings eine, die heuer (vom 2. bis 10. Mai) völlig runderneuert daherkommt. „Wir wollten wieder einen sportlichen Meilenstein setzen und das Turnier zum Premium-Gesellschaftsevent ausbauen“, sagt Peter Bosch, der neue Iphitos-Vorsitzende. Dafür wurde:

das Preisgeld um 80000 Euro erhöht. „Das Gesamtpreisgeld beträgt heuer 450000 Euro“, sagt Klaus Cyron, Chef der Veranstalter-Agentur S+K.

ein attraktives Starterfeld verpflichtet. Zumindest gilt das für ein Turnier dieser Kategorie. Mit dabei sind die deutschen Daviscup-Assen Nicolas Kiefer, der seit 2002 erstmals wieder in München aufschlägt, und Philipp Kohlschreiber, der Sieger von 2007. Der ist besonders motiviert. Er sagt: „Dass ich letztes Jahr als Titelverteidiger wegen einer Virus-Grippe schon zu meinem ersten Match nicht antreten konnte, hat mich sehr gewurmt. Deshalb habe ich etwas gutzumachen bei meinen Münchner Fans.“

Kühnen: "Hewitt ist ein Risengewinn für unser Turnier"

Dazu holt Turnierchef Patrick Kühnen noch einen Star und Publikumsliebling: „Lleyton Hewitt will bei uns spielen“, sagte Kühnen am Mittwoch. „Die Flüge sind gebucht, das Hotel ist reserviert.“ Kleines Problem: Der 28-jährige Australier, der 80 Wochen lang die Nummer eins der Tennis-Szene war (2001/2002), ist nach einer Hüftoperation im letzten Jahr in der Weltrangliste zu schlecht postiert, um fürs Hauptfeld der BMW Open qualifiziert zu sein. Doch Kühnen gibt ihm eine Wild Card. Kühnen: „Lleyton ist ein Riesengewinn für unser Turnier.“

das Doppel-Turnier aufgewertet.Kühnen konnte in Bob und Mike Bryan „das weltbeste Doppel“ nach München lotsen. Die 30-jährigen Zwillinge aus den USA holten bisher sieben Grand-Slam-Titel, sind die Nummer eins der Doppelrangliste. Kühnen verspricht: „Die zeigen ein Feuerwerk auf dem Platz.“

der Start des Hauptfeldes von Montag auf Sonntag (2. Mai) vorgezogen. Cyron: „Neben den Qualifikations-Matches werden am Sonntag auch zwei Spiele aus dem Hauptfeld ausgetragen.“

ein Schnupper-Familien-Tag eingeführt. Am 1. Mai, einen Tag vor dem offiziellem Turnier-Start, können die Fans den Stars zum Schnupper-Preis (5 Euro für Erwachsene, Kinder und Jugendliche frei) beim Training zuschauen. Und sich bei einem Promi-Doppel amüsieren, bei dem auch Ex-Bayern-Star Andy Brehme und Langlauf-Ass Tobias Angerer mitspielen.

das DSF als Live-Sender gewonnen. Nach achtjähriger Pause überträgt der Sender wieder vom Aumeister (Dienstag bis Sonntag). DSF-Chefredakteur Sven Froberg: „Das wird nächste Woche ein Highlight für uns.“

Auf ein solches hoffen freilich auch die Veranstalter. Denn der Vertrag mit Hauptsponsor BMW, der rund pro Jahr 800000 Euro investiert hat, läuft aus. Manfred Bräunl von BMW sagte zwar: „Wir unterstützen das Turnier jetzt seit 22 Jahren, fühlen uns trotz Krise der Tradition verpflichtet.“ Er meinte aber auch: „Nach dem Turnier setzen wir uns zusammen und entscheiden, wie es weitergeht.“

Franz Meier

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