Djokovic holt Agassi als Coach

Steffi Graf allein zuhaus? Ex-Tennisprofi Andre Agassi, seit 2001 mit der früheren deutschen Weltklasse-Spielerin verheiratet, trainiert nun den Weltranglisten-Zweiten Novak Djokovic.
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Andre Agassi gratuliert Novak Djokovic zu dessen Sieg bei den Australian Open 2013.
dpa/Archivbild Andre Agassi gratuliert Novak Djokovic zu dessen Sieg bei den Australian Open 2013.

Rom - Kein Geringerer als Andre Agassi wird neuer Trainer des Weltranglistenzweiten Novak Djokovic. Die Zusammenarbeit der beiden ist zunächst für die French Open in Paris geplant.

"Dort werden wir herausfinden, in welche Richtung es geht", sagte Djokovic nach der Finalniederlage gegen den Hamburger Alexander Zverev am Sonntag in Rom. Djokovic hatte sich Ende 2016 nach drei Jahren ausgesprochen erfolgreicher Zusammenarbeit von Boris Becker getrennt und Anfang Mai sein gesamtes Trainerteam mit Chefcoach Marian Vajda an der Spitze gefeuert.

"Ich habe mit Andre in den vergangenen beiden Wochen oft telefoniert, und wir haben uns zunächst auf Paris geeinigt", sagte der Serbe nun in Rom. Agassi sei jemand, der "in seiner Karriere die gleichen Erfahrungen gemacht hat, die ich jetzt mache, deshalb weiß er, was mir wichtig ist und worum es mir geht."

Er habe immensen Respekt vor dem 47-jährigen Amerikaner: "Als Sportler und als Mensch ist er ein ganz Großer. Er versteht das Spiel wie kaum ein anderer, und auch als Familienvater macht er einen super Job." Agassi ist seit 2001 mit Steffi Graf verheiratet, zusammen haben sie die Kinder Jaden Gil (15) und Jaz Elle (13).

Die Familie lebt in Las Vegas. In seiner Karriere war Agassi unter anderem 101 Wochen lang die Nummer eins der Welt. Er gewann insgesamt 60 Turniere, darunter viermal die Australian Open, zweimal die US Open und je einmal die French Open und Wimbledon. Nach den US Open 2006 verkündete er seinen Rücktritt vom Tennis.

Djokovic-Niederlage gegen Zverev

Am Sonntag hatte Djokovic im Finale von Rom gegen Alexander Zverev verloren: Insgesamt war es das sechste Finale für den 20-jährigen Zverev auf der ATP-Tour. Den letzten seiner bisher drei Titel hatte er zuvor gerade erst in München gewonnen.

"Durch den Sieg in Rom gehört er nun bereits als 20-Jähriger zur absoluten Weltspitze im Herrentennis. Die Art und Weise, wie er im Finale den Weltranglistenzweiten Novak Djokovic dominierte, war beeindruckend", befand der deutsche Tennis-Verbandspräsident Ulrich Klaus.

Dass Zverev nun zu den besten zehn Spielern der Welt gehöre, mache ihn stolz, sagte Klaus. "Nach den vielen großartigen Siegen von Angelique Kerber im vergangenen Jahr ist dies ein weiterer fantastischer Erfolg für den deutschen Tennissport."

Zverev ist der jüngste Masters-1000-Sieger seit dem Jahr 2007, als der damals 19 Jahre alte Djokovic die Miami Open gewann. Zudem ist er erst der vierte deutsche Spieler nach Michael Stich, Boris Becker und Tommy Haas, der ein solches Turnier gewonnen hat.

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