WM-Silber für Mixed-Staffel

Gold verloren, dafür aber Silber gewonnen: Deutschlands Skijäger sind mit dem erhofften Erfolgserlebnis in die Biathlon-WM gestartet.
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Michael Greis (r.) verlässt hinter dem Norweger Boe den Schießstand.
dpa Michael Greis (r.) verlässt hinter dem Norweger Boe den Schießstand.

Den WM-Titel verloren, dafür aber Silber gewonnen: Deutschlands Skijäger sind mit dem erhofften Erfolgserlebnis in der Mixed-Staffel in die Biathlon-Weltmeisterschaft im russischen Chanty-Mansijsk gestartet.

Chanty-Mansijsk - Die Olympiasieger Andrea Henkel, Magdalena Neuner und Michael Greis sowie der an Position drei laufende Arnd Peiffer mussten sich nur dem ebenfalls mit allen Stars angetretenen Quartett aus Norwegen geschlagen geben. Dritter wurde Frankreich. "Mit Silber sind wir sehr zufrieden", sagte Chef-Bundestrainer Uwe Müssiggang.

"Ich hoffe, dass es vielleicht am Samstag noch etwas besser geht", meinte die überragende Magdalena Neuner. "Am Sonntag konnte ich noch nicht mal die Wäsche aus dem Keller holen, da hatte ich die Mixed-Staffel schon abgehakt. Und jetzt freue ich mich auf die nächsten Rennen", sagte sie nach der Gala-Vorstellung. "Das war ein wunschgerechter Auftakt in diese WM für sie. Ein Rennen, das Lust auf mehr machen sollte", erklärte Damen-Trainer Gerald Hönig. Mit den Sprintrennen am 5. März und dem Verfolger am Tag darauf geht die WM in Sibirien weiter.

22,9 Sekunden Rückstand hatte das deutsche Quartett nach den insgesamt 27 Kilometern auf die Norweger, die erstmals Mixed-Weltmeister wurden und damit die Nachfolge des deutschen Teams antraten. Mit der Fahne in der Hand lief Weltcup-Spitzenreiter Tarjei Bö nach 1:14:22,5 Stunden ins Ziel und ließ sich von seinen Teamkollegen feiern. "Das ist ein ganz besonderer Titel", sagte Ole Einar Björndalen, für den es das 15. WM-Gold in seiner Biathlon-Karriere war.

Es ging gar nicht so gut los für das deutsche Team in Sibirien: Andrea Henkel musste beim ersten Schießen zweimal nachladen, blieb im Stehendanschlag aber fehlerlos. Trotzdem hatte sie nach ihrer Sechs-Kilometer-Runde fast eine halbe Minute Rückstand auf Seriensiegerin Tora Berger, die für die Norweger angelaufen war. Magdalena Neuner holte ihre norwegische Rivalin Ann Kristin Flatland bis zum zweiten Schießen ein. Während die Doppel-Olympiasiegerin fünfmal ins Schwarze traf, zielte die Norwegerin einmal daneben. Mit einem Vorsprung von über 30 Sekunden übergab Magdalena Neuner nach ihrer Runde an Arnd Peiffer - von da an war es ein Zweikampf um Gold.

Peiffer musste gegen keinen Geringeren als Björndalen laufen. Eine klemmende Patrone beim Liegendschießen, im Stehendanschlag gab es zwei Nachlader, doch Björndalen zielte nicht besser. Peiffer hielt den Vorsprung auf 24 Sekunden. Der dreimalige Olympiasieger Michael Greis büßte dann nach zwei Nachladern im Liegendschießen den Vorteil ein, Weltcup-Spitzenreiter Bö kam nach einer fehlerfreien Schnellfeuereinlage bis auf 3,1 Sekunden heran. Nach einem weiteren Greis-Nachlader beim finalen Schießen setzte sich der Norweger ab.

"Ich bin nicht so ganz zufrieden, hatte ziemlich schwere Beine. Liegend die zwei Nachlader, das hätte nicht sein müssen. Dabei wollte ich auf Nummer sicher gehen und habe mir Zeit genommen", sagte die Henkel. Teamkollegin Neuner dagegen strahlte: "Wenn ich am Schießstand so durchkomme, ist das für mich grandios."

Erstmals war die Biathlon-WM mit dem Wettbewerb der Mixed-Staffel eröffnet worden. Auch, weil es um die Aufnahme der Disziplin ins Olympia-Programm geht. "Aus meiner Sicht sieht es sehr gut aus", sagte IBU-Generalsekretärin Nicole Resch. 26 Staffeln waren am Start.

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