Skispringer Freund muss mehrere Wochen pausieren

Es hatte sich schon angedeutet. Nach seinem Sturz bei der Vierschanzentournee klagte Severin Freund immer wieder über Schmerzen in der Hüfte. Nun ließ sich der deutsche Top-Skispringer operieren und muss mehrere Monate aussetzen.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Empfehlungen
Muss erstmal pausieren: Der deutsche Skispringer Severin Freund.
dpa Muss erstmal pausieren: Der deutsche Skispringer Severin Freund.

Planegg - Skisprung-Weltmeister Severin Freund muss nach einer Hüftoperation mehrere Monate pausieren und auf dem Weg zur angestrebten Titelverteidigung auf die Sommersaison verzichten. Der 27-Jährige hat sich wegen anhaltender Schmerzen einer Arthroskopie unterzogen, teilte der Deutsche Skiverband (DSV) am Donnerstag mit. "Aktuell geht es mir gut. Ich werde mir nun für den Heilungsprozess und den Trainingsaufbau die notwendige Zeit nehmen, um dann im WM-Winter wieder voll angreifen zu können", sagte Freund.

Seit seinem Sturz bei der Vierschanzentournee Anfang Januar in Innsbruck klagte der Weltmeister und Team-Olympiasieger immer wieder über Schmerzen in der Hüfte. Selbst eine Trainingspause nach dem Saisonende zeigte nicht die gewünschte Wirkung. "Im Gegenteil. Ich spürte nach wie vor eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung und habe mich deshalb nach Rücksprache mit unserem Mannschaftsarzt Mark Dorfmüller entschlossen, dieses Problem mittels einer Operation nachhaltig zu lösen", begründete Freund seine Entscheidung.

OP verlief ohne Komplikationen

Bei dem zweieinhalbstündigen Eingriff am Mittwoch in München wurde die linke Hüftgelenkslippe genäht und mit Knochenankern fixiert. "Die Operation verlief sehr gut und war notwendig. Einen günstigen Heilungsverlauf vorausgesetzt, kann Severin in etwa drei bis vier Wochen mit der Rehabilitation beginnen. Ein Sprungtraining sollte in etwa vier Monaten möglich sein", erklärte der behandelnde Arzt Michael Dienst.

Darauf hofft auch Bundestrainer Werner Schuster, der im WM-Winter natürlich auf seinen Vorzeigeflieger setzt. "Severin hatte im Laufe seiner großartigen Karriere schon mehrmals mit Verletzungen zu kämpfen, dabei aber immer bewiesen, dass er selbst nach eingeschränkten Vorbereitungen stärker als zuvor zurückkommen kann", sagte Schuster.

Er wird Freund daher nicht unter Druck setzen. "Wichtig ist jetzt, dass er sich die notwendige Zeit für den Heilungsprozess nimmt, um dann die Rehabilitation zu absolvieren", sagte Schuster. Er strich noch einmal Freunds starke Auftritte im vergangenen Winter heraus, die der Bayer trotz seines gesundheitlichen Handicaps hingelegt hatte. "Severins Leistungen und seine mentale Stärke in der vergangenen Saison nach dem Sturz in Innsbruck sind umso höher einzuschätzen", erklärte Schuster.

Freund hatte am Bergisel trotz des Sturzes im Probedurchgang den zweiten Platz belegt und auch die Tournee als Zweiter beendet. Im Gesamt-Weltcup landete er hinter Sloweniens Überflieger Peter Prevc ebenfalls auf Rang zwei.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – mitdiskutieren Empfehlungen
0 Kommentare
Artikel kommentieren