Schlierenzauer legt vor

Der Österreicher Gregor Schlierenzauer hat mit großem Vorsprung die Qualifikation zum zweiten Tournee-Springen gewonnen. Insgesamt acht deutsche Springer dürfen am Neujahrstag in Garmisch-Partenkirchen an den Start gehen.
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Überflieger: Gregor Schlierenzauer
AP Überflieger: Gregor Schlierenzauer

Der Österreicher Gregor Schlierenzauer hat mit großem Vorsprung die Qualifikation zum zweiten Tournee-Springen gewonnen. Insgesamt acht deutsche Springer dürfen am Neujahrstag in Garmisch-Partenkirchen an den Start gehen.

Deutschlands Skispringer haben in der Qualifikation für das Neujahrsspringen der Vierschanzentournee einen kleinen Dämpfer erhalten, können aber dennoch mit einem guten Gefühl in das Jahr 2009 hineingehen. Neben dem gesetzten Martin Schmitt schafften am Silvestertag weitere sieben DSV-Starter die Qualifikation für den Wettbewerb in Garmisch-Partenkirchen. Sieger der Ausscheidung wurde Gregor Schlierenzauer mit einem Satz auf 135 Meter. Der Österreicher trifft im K.o.-Duell des ersten Durchgangs auf Tournee-Spitzenreiter Simon Ammann (Schweiz), der auf die Qualifikation verzichtete.

Schmitt bei schwierigen Bedingungen im Mittelfeld

Bei schwierigen Bedingungen mit ständig wechselndem Wind schafften neben Schmitt auch der überraschend starke Pascal Bodmer mit 126 Metern, Stephan Hocke (123,5), Michael Uhrmann (122), Michael Neumayer (121), Tobias Bogner (119,5) Andreas Wank (119) und Felix Schoft (116,5) die Qualifikation. «Martin hat den Tag zum Training genutzt. Er hatte bei seinem letzten Sprung wenig Druck unter dem Ski und hat sein Flugsystem nicht gleich gefunden. Aber es ist nichts passiert, er ist gestählt», sagte Bundestrainer Werner Schuster. Der zum Auftakt mit Platz fünf überzeugende Schmitt musste sich mit 122,5 Metern begnügen, sah aber ebenfalls keinen Grund zur Unruhe. «Die Bedingungen sind immer turbulenter geworden. Für mich war das wie ein Trainingssprung», sagte der 30-Jährige, der das Jahr mit einem gemeinsamen Essen im Kreis seiner Teamkollegen ausklingen ließ. «Ich werde den Abend ruhig verbringen. Wenn man am nächsten Tag einen Wettkampf bestreiten muss, hat Silvester nicht die riesen Bedeutung», sagte Schmitt.

Ruhiges Silvester: «Zwei, drei Gläser Sekt sind okay»

«Lange gefeiert wird nicht», meinte auch der erleichterte Uhrmann. «Es war schwierig. Vor allem im ersten Flugdrittel gab es viel Seitenwind», berichtete der Bayer. Ähnlich äußerte sich Neumayer: «Es war eine Lotterie und absolut nicht einfach. Ich habe einen richtig guten Sprung gemacht, aber der war auch nötig.» Entsprechend zufrieden verabschiedete sich der Vorjahres-Dritte zur Silvesterfeier ins Team-Hotel. «Zwei, drei Gläser Sekt sind okay», sagte Neumayer. Die dürfte auch Bodmer genießen. Der 17-Jährige strahlte nach seinem gelungenen Auftritt als bester Deutscher über das ganze Gesicht. «Ich hatte einen guten Sprung, da kann man schon zufrieden sein», meinte der Youngster. Große Erleichterung herrschte bei Junioren-Weltmeister Wank, der erhebliche Probleme bei der Landung hatte. «Das war nervenaufreibend und eine Zitterpartie. Das wollte ich eigentlich nicht», sagte der Oberhofer.

Ergebnis 2. Springen, Qualifikation:

1. Gregor Schlierenzauer (Österreich) 134,5 Pkt. (135,0 m); 2. Harri Olli (Finnland) 119,2 (129,0); 3. Wolfgang Loitzl (Österreich) 117,7 (126,5); 4. Jakub Janda (Tschechien) 114,9 (125,5); 5. Anders Jacobsen (Norwegen) 113,5 (125,0); 6. Martin Koch (Österreich) 113,4 (125,5); 7. Andreas Küttel (Schweiz) 112,2 (126,5); 8. Adam Malysz (Polen) 112,1 (124,5); 9. Dimitri Wassiljew (Russland) 112,0 (125,0); 10. Yuta Watase (Japan) 111,7 (124,0); ...12. Pascal Bodmer (Meßstetten) 110,3 (126,0); 13. Stephan Hocke (Schmiedefeld) 109,3 (123,5); 15. Martin Schmitt (Furtwangen) 108,0 (122,5); 19. Michael Uhrmann (Rastbüchl) 107,1 (122,0); 22. Michael Neumayer (Berchtesgaden) 104,8 (121,0); 33. Tobias Bogner (Berchtesgaden) 101,1 (119,5); 43. Andreas Wank (Oberhof) 97,7 (119,0); 46. Felix Schoft (Partenkirchen) 95,2 (116,5); 54. Maximilian Mechler (Isny) 90,1 (114,5); 57. Severin Freund (Rastbüchl) 86,4 (113,0); 61. Julian Musiol (Zella-Mehlis) 79,4 (110,59; 62. Danny Queck (Lauscha) 77,3 (108,59) (dpa)

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