Neureuther: "Mit der Forelle wird im neuen Jahr alles besser"

Der verletzte Skistar Neureuther pausiert und hat Zeit für Besuche bei seinen EHC-Freunden. Mit den Eishockey-Stars feiert er Silvester, danach will er beim Parallelslalom im Olympiapark wieder starten
| Interview: Gregor Röslmaier
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München -  Eigentlich hatte Felix Neureuther am Freitag in die USA, wo am 4. Dezember in Beaver Creek der nächste Riesenslalom-Weltcup steigt, fliegen wollen. Stattdessen war er beim Eishockey in der Olympia–Eishalle, beim Spiel seiner beiden Freunde Martin Buchwieser und Uli Maurer, die mit dem EHC gegen Ingolstadt (1:3) antraten. Den USa-Trip hat der Garmischer Skistar vorerst auf Eis gelegt – wegen einer Knieverletzung.

„Natürlich würde ich gerne in Beaver Creek starten”, sagte der 27-Jährige, „die Entscheidung hängt aber davon ab, wie schnell mein Knie wieder belastbar ist.” Schon seit mehreren Wochen verspüre er im rechten Knie Schmerzen. „Obwohl ich die Trainingsumfänge daraufhin massiv zurückgefahren habe, trat keine Besserung ein”, so Neureuther. Eine Kernspintomografie ergab einen Knorpelschaden und ein Ödem als Auslöser. Ein Start in den USA mache für ihn nur Sinn, wenn er wieder topfit sei, so Neureuther.

Mit der AZ sprach der 27-Jährige über den EHC und den Weltcup-Parallelslalom am Neujahrstag im Olympiapark.

AZ: Lange nicht gesehen beim EHC, Herr Neureuther.

FELIX NEUREUTHER: Mei, bei mir lässt es die Zeit halt auch nicht immer zu. Aber schön ist es immer, wenn ich herkommen kann.

Mit Uli Maurer und Martin Buchwieser sind Sie sehr gut befreundet.

Genau, das sind meine EHC-Freunde. Im Sommer sehen wir uns fast jeden Tag und unternehmen viel zusammen.

Sie feiern sogar gemeinsam Silvester.

Logisch, und das wird jedes Jahr wiederholt. Es fällt aber dieses Mal nicht so extrem aus, weil am 1. Januar am Olympiaberg der Parallelslalom stattfindet. Das ist einfach genial, es sind über 30.000 Zuschauer da, die so nah an einem dran sind. Deshalb darf man an Silvester nicht so einen drauf machen. Dieses Jahr werden wir wieder bei mir zu Hause feiern.

Wie feiern denn die Eishockeyspieler mit dem Skifahrer?

Der Uli, der Martl und ich haben da ein Ritual: Wir essen eine Forelle. Wir haben immer gesagt: „Mit der Forelle wird alles besser im neuen Jahr." Das haben wir dieses Jahr schon vor meinem ersten Rennen in Sölden gemacht. Aber die Forelle braucht noch ein bisschen, die schwimmt noch irgendwo rum (lacht).
In Sölden sind Sie nach dem ersten Durchgang nicht mehr dabei gewesen, der Slalom in Levi wurde abgesagt, es geht also erst im Januar wieder um Slalom-Punkte...
Dass es jetzt ein bisschen später weitergeht, das ist für mich gar nicht so schlecht.

Kommen wir wieder zum EHC. Der spielt am 30. Dezember in der Olympiahalle gegen Augsburg. Sind Sie eingeladen worden zum Derby?

Ja, klar. Ich habe schon in meinem Trainingsplan geschaut, ob ich Zeit habe. Am 30. Dezember haben wir kein Training, da passt das sehr gut rein. Und dann werde ich natürlich auch in der Halle sein.

Und dort überreden Sie dann Martin Buchwieser, der ja von reichen Klubs umworbben wird, dass er beim EHC verlängert?

Wir haben schon vor ein paar Tagen gesprochen, aber weniger darüber. Bei so einem Wechsel muss er das schon selber wissen, wie und wo er sich am wohlsten fühlt. Dann wird er schon die richtige Entscheidung treffen.

Und die Silvester-Feier? Würde die bei einem Wechsel im kommenden Jahr womöglich ausfallen?

Nein, die darf nie ausfallen! Jetzt feiern wir erstmal bei mir, dann planen wir das nächste Jahr.

 

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