"Mit offenen Armen"

Münchens im Kampf um Olympia 2018: Wie Witt & Co ab Dienstag die IOC-Entscheider  überzeugen wollen
| Julian Galinski
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Katarina Witt wirbt in aller Welt für "München 2018"
dpa Katarina Witt wirbt in aller Welt für "München 2018"

Münchens im Kampf um Olympia 2018: Wie Witt & Co ab Dienstag die IOC-Entscheider  überzeugen wollen

MÜNCHEN Die Zeit der Filme und Präsentationen, der Bilder und Erzählungen ist vorbei. Ab Dienstag werden sich die 14 Mitglieder der Evaluierungskommission des IOC in München, Garmisch-Partenkirchen und am Königssee ihr Bild von der Bewerbung für Olympia 2018 machen. Am Montag präsentierten sich jene fünf Hauptpersonen, die der Kommission die Vorzüge Münchens im Vergleich zu den Mitbewerbern Annecy und Pyeongchang verdeutlichen wollen. Die AZ erklärt, wer wie für München wirbt:

Charme: Ganz klar, hierfür steht Katarina Witt. Die ehemalige Weltklasse-Eiskunstläuferin ist zu Herz und Seele der Bewerbung geworden. Sie verkörpert menschliche Werte, Fröhlichkeit und Wärme. „Wir empfangen die Welt mit offenen Armen”, sagt Witt. „Endlich haben wir Zeit, ausführlich unsere Vorzüge zu preisen.” Witt ist sich sicher: „Wir werden die Herzen der Fachleute erreichen!” Zudem habe die Region mit den Weltmeisterschaften der vergangenen Jahre bewiesen, „welch tolle Atmosphäre solche Events bei uns haben”.

Erfahrung: Thomas Bach, der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes und Vizepräsident des IOC, weiß, wie die Evaluierungskommission tickt – und kann im Umgang mit ihr wertvolle Tipps geben. Und: Er hat selbst schon Bewerbungen auf ihre Tauglichkeit überprüft. „Ein bisschen eigenartig ist es schon”, sagt Bach, „zuvor war ich zwei Mal Vorsitzender einer Evaluierungskommission” – für 2002 und 2004.

Gastfreundschaft: OB Christian Ude hat die Stadt auf Olympia getrimmt. Von den Fahnen auf den Straßen, „bis zu den Brezntüten und Bierdeckeln”. Als guter Gastgeber ist Ude offen für die Rückmeldungen der IOC-Kommission, „weil es sogar hier nichts gibt, was man nicht noch besser machen kann”. Warum München trotzdem der ideale Austragungsort ist? Kurz gefasst: „Weil viele noch die besten Erinnerungen an die Spiele 1972 und an die Fußball-WM 2006 haben. Weil München ein Konzept der kürzesten Wege hat. Und weil München vom Einkaufen über die Freizeit bis hin zur Kultur alles bietet.”

Fachkompetenz: Bernhard Schwank, der Geschäftsführer der Münchner Bewerbung, ist der Herr der Fakten und Zahlen. Die neuesten: Durch einen neuen Sponsor hat die Gesellschaft nun 29 der geplanten 30 Millionen Euro des Etats akquiriert. Sein planerisches Denken wird beim kommenden Diskussionsmarathon gefragt sein: „Wir halten eine Präsentation über sechseinhalb Stunden und beantworten dann siebeneinhalb Stunden Fragen”, sagt Schwank. Er wird auf alle eine kundige Antwort parat haben.

Vermittlung: Siegfried Schneider, der Leiter der bayerischen Staatskanzlei, ist mit einem ganz besonders heiklen Thema betraut: den Verhandlungen mit den bisher nicht kooperativen Grundstückseigentümern in Garmisch-Partenkirchen. „Hier hat es in den letzten Wochen ein großes Stück Bewegung gegeben”, sagt der CSU-Politiker. Er sei zuversichtlich, „dass wir die Verhandlungen bald abschließen können.” Sein Fingerspitzengefühl braucht die Bewerbungsgesellschaft nun auch im Umgang mit der IOC-Kommission”

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