Interview mit Viktoria Rebensburg über Olympia 2018

Viktoria Rebensburg spricht in der AZ über ihr Projekt "Fit & Aktiv" für Kinder und ihre Saisonziele für den nächsten Winter.
| Alexander Maier
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Olympia 2018 im Blick: Viktoria Rebensburg.
dpa Olympia 2018 im Blick: Viktoria Rebensburg.

Die 27-Jährige Viktoria Rebensburg aus Kreuth war 2010 Olympiasiegerin und ist seit dem Rücktritt von Maria Höfl-Riesch die Nummer 1 im deutschen Frauen-Ski-Team.

AZ: Frau Rebensburg, bei Ihrem Projekt „Fit & Aktiv“ dreht sich alles um die Gesundheit von Kindern. Wie halten Sie sich über den Sommer fit für die Wettkämpfe im Winter?
VIKTORIA REBENSBURG:
Für mich geht die Vorbereitung auf die neue Saison im Mai los, zuerst mit zweieinhalb Monaten Konditionstraining. Bei mir am Tegernsee sind natürlich optimale Bedingungen für Laufen, Radlfahren und Bergsteigen. Danach liegt der Fokus auf dem Krafttraining.

Welche Ziele haben Sie im Training vor den Augen? Stichwort Olympia.
Das Hauptaugenmerk liegt natürlich auf Olympia in Pyeongchang. Davor ist es wichtig, gut in die Saison zu starten, das beginnt schon im Oktober mit dem Weltcuprennen in Sölden, um dann am Ende bei der Vergabe von Kugeln und Medaillen auf dem Treppchen zu stehen.

Glauben Sie, dass die Schulkinder zur heutigen Zeit nicht mehr so sportlich sind wie früher?
Man kann es nicht verallgemeinern, aber viele Kinder sind heute weniger aktiv und entwickeln ihre unterschiedlichen motorischen Fähigkeiten manchmal nicht ganz so gut, wie sie es sollten. Das könnte sicherlich auch daran liegen, dass es viel mehr und sehr unterschiedliche Medien als zu meiner Zeit gibt. Es gibt einfach so viele andere Freizeitbeschäftigungen, die für Kinder interessant sind.

Der Hauptkonkurrent des Sportes ist also die Technik: Fernsehen, Computer und Handy?
Ja, ich denke schon. Bei mir war es früher so: Wenn ich etwas angestellt habe, habe ich Hausarrest bekommen. Das war das Schlimmste für mich. Mittlerweile müsste man eher das Gegenteil sagen: „Heute musst du einmal raus!“

Einer der Punkte, mit dem sich Ihr Projekt beschäftigt, ist Selbstwirksamkeit. Wie passt das zusammen mit Aspekten wie Bewegung, Ernährung und Vorsorge?
Grundsätzlich geht es einfach um mentale Stärke. Wenn man es mit dem Sport vergleicht: Man kann Ziele nur erreichen, wenn man die innere Ruhe und das Selbstvertrauen hat – also auch ein Gefühl dafür, was man selbst bewirken kann. Damit haben Kinder manchmal Probleme. Ihnen fehlt das Selbstvertrauen. Aber sie müssen sich wohlfühlen, um im Gleichgewicht zu sein.

Selbstwirksamkeit ist quasi ein Teil der Gesundheit?
Ja, absolut. Auch da ist es wieder wie im Sport. Wenn der Geist nicht stimmt, dann kann ich mich so viel bewegen, mich noch so gut ernähren. Man könnte sagen: Ohne Selbstvertrauen läuft einfach gar nix!

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