Freie Fahrt auf der Kandahar

Vorentscheidung über die Vergabe der Winterspiele 2018 am Mittwoch in Lausanne – Grundstücksprobleme in Garmisch gelös.
| bö/jga
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Rodlerin Natalie Geisenberger (l.) und Bürgermeisterin Christine Strobl bei der Einweihung einer Countdown-Tafel im Hauptbahnhof. Sie drücken die Daumen für den Auftritt in Lausanne.
Daniel von Loeper Rodlerin Natalie Geisenberger (l.) und Bürgermeisterin Christine Strobl bei der Einweihung einer Countdown-Tafel im Hauptbahnhof. Sie drücken die Daumen für den Auftritt in Lausanne.

MÜNCHEN/LAUSANNE  Dass die Menschen in Garmisch-Partenkirchen die Münchner Bewerbung für die olympischen Winterspiele 2018 im Allgemeinen grundsätzlich unterstützen, hat der Volksentscheid am 8. Mai gezeigt. Nun hat auch ein ganz spezieller und ungemein wichtiger Bürger praktisch seine Zustimmung gegeben: Max Buchwieser, der Landwirt, dem das Grundstück im Zielhang der Kandahar gehört, hat nach AZ-Informationen das Areal an den Freistaat Bayern verkauft, zudem erhält er offenbar Kompensationsflächen.


Gute Vorzeichen also für die Münchner Olympia-Mannschaft, die am Mittwoch zur letzten und maßgeblichen Präsentation der Olympiabewerber beim technischen Briefing vor etwa 80 Mitgliedern des IOC vorspricht. „Nun sind die Grundstücke zu 100 Prozent gesichert. Damit steht sieben Jahre vor einer möglichen Ausrichtung unser optimales Angebot an das IOC“, sagt Bewerbungschef Bernhard Schwank.


Die Mission lautet nun: In 45 Minuten zeigen, dass die Spiele nach Bayern gehören und nicht ins südkoreanische Pyeongchang, zum großen Konkurrenten.


Die ewig strahlende Kati Witt und Gold-Biathletin Magdalena Neuner sollen die IOC-Entscheider mit ihrem sportlichen Charme bezirzen; Münchens OB Christian Ude, DOSB-Präsident Thomas Bach und Bernhard Schwank sind für die Zahlen und Fakten zuständig. „Ich denke, die Namen sprechen für sich“, sagt Geschäftsführer Jürgen Bühl.


Dass München ein Konzept der kurzen Wege erarbeitet hat und, etwa mit dem seit 1972 genutzten Olympiapark, beste Belege für die Nachhaltigkeit hat, ist spätestens seit dem Besuch der Evaluierungskommission beim IOC bekannt. Hier ist die Bewerbung vorbildlich, das weiß Bühl: „Wir werden auf diese Punkte gezielt aufmerksam machen.“


Entscheidend wird sein, das IOC zu überzeugen, dass sich nicht etwa auf dem neuen asiatischen Markt das große Geld mit dem Wintersport verdienen lässt, sondern eben doch in Zentraleuropa, der Wiege des Wintersports. „Man muss sich nur einmal überlegen, wo die großen Sponsoren herkommen“, sagt Bühl – eben aus den Alpenländern.

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