Dahlmeier sichert Biathletinnen Staffel-Platz zwei

An dieses Gefühl könnte sich Laura Dahlmeier gewöhnen. Als Schlussläuferin führte sie die Biathlon-Staffel beim Weltcup in Hochfilzen auf Platz zwei und sicherte den deutschen Skijägern den ersten Podestplatz des olympischen Winters.
| dpa
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An dieses Gefühl könnte sich Laura Dahlmeier gewöhnen. Als Schlussläuferin führte sie die Biathlon-Staffel beim Weltcup in Hochfilzen auf Platz zwei und sicherte den deutschen Skijägern den ersten Podestplatz des olympischen Winters.

Hochfilzen - Mit einem strahlenden Lächeln fiel sie ihren Teamkolleginnen Franziska Preuß, Andrea Henkel und Franziska Hildebrand in die Arme, nachdem sie mit großem Kampf auf der Schlussrunde den Angriff der Französinnen und Russinnen gekontert hatte.

"Es ist viel Verantwortung, aber ich mag diese Position. Toll, dass es mit dem Team jetzt geklappt hat", sagte die dreifache Junioren-Weltmeisterin nach ihrem tollen Auftritt. Das Quartett des Deutschen Skiverbandes (DSV) musste sich nach 4 x 6 Kilometern nur den überlegenen Ukrainerinnen geschlagen geben. Nach sieben Nachladern und einer Strafrunde hatten Dahlmeier und Co 56,3 Sekunden Rückstand. Platz drei ging an Frankreich.

Einander fest umarmend ließen sich die Vier im Zielraum von den begeisterten Fans feiern, da konnte dann auch Franziska Hildebrand wieder lachen. Denn die 27-Jährige hatte als Einzige des Teams eine Strafrunde laufen müssen und vergoss nach dem Zieleinlauf ein paar Tränen. Nachdem Andrea Henkel nur einen Nachlader benötigte und die Staffel an die Spitze brachte, zeigte Franziska Hildebrand beim letzten Schuss Nerven. "Dass ich mit drei Nachladern eine Scheibe nicht treffe, ist sehr bitter. Mir haben die Beine gezittert. Ich bin sehr enttäuscht", sagte sie mit gequältem Gesichtsausdruck.

Doch Laura Dahlmeier zeigte wie schon beim letzten Staffelsieg bei der Olympia-Premiere in Sotschi, warum die Trainer auf sie setzen. Sie fokussierte sich auf ihr Schießen, ließ sich von der Konkurrenz nicht beeindrucken. Als sie als Zweite auf die Schlussrunde ging mit nur minimalem Vorsprung auf die beiden Verfolger, glaubten viele, dass die 20-Jährige den nicht halten kann. Aber Dahlmeier kämpfte bis zum Umfallen. "Ich habe eigentlich nicht geglaubt, dass ich das schaffe", bekannte sie.

Zuvor hatte auch die erste 19-jährige Franziska Preuß ein starkes Rennen abgeliefert. Bei ihrer Staffelpremiere brauchte sie nur drei Nachlader und übergab als Siebte an Andrea Henkel. "Ich war schon ein bisschen nervös, vor so vielen Leuten und dann als Startläuferin. Ich bin sehr zufrieden", sagte die zweite große Nachwuchshoffnung des deutschen Teams.

Routinier Andrea Henkel setzte an Position zwei genau die Vorgaben der Trainer um. Mit nur einer Extra-Patrone und starkem Laufen brachte sie ihr Team in Front. "Wir wussten, dass wir auf das Podium laufen können. Das ist sicher auch in Sotschi unsere größte Medaillenchance, wenngleich wir auch in den anderen Rennen nicht chancenlos sind", sagte Andrea Henkel.

Geschont wurde diesmal Miriam Gössner. Die zweimalige Staffel-Weltmeisterin dosiert nach ihrem schweren Radunfall mit mehreren Wirbelbrüchen ihre Renneinsätze. Sie wird am Sonntag in der Verfolgung wieder zum Einsatz kommen.

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