Bronze für Greis & Co.

Das deutsche Team landete in der Mixed-Staffel hinter Frankreich und Schweden auf Rang drei.
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Präsentieren ihre Bronzemedaillen: Arnd Peiffer, Simone Hauswald, Andrea Henkel und Michael Greis (v.l.).
dpa Präsentieren ihre Bronzemedaillen: Arnd Peiffer, Simone Hauswald, Andrea Henkel und Michael Greis (v.l.).

PYEONGCHANG - Das deutsche Team landete in der Mixed-Staffel hinter Frankreich und Schweden auf Rang drei.

Die deutschen Biathleten kommen aus dem Feiern nicht heraus: Mit dem dritten Platz in der Mixedstaffel erhöhten sie bei den Weltmeisterschaften im südkoreanischen Pyeongchang ihre Medaillen-Ausbeute auf nunmehr sechs Plaketten. Der Sieg ging nach 1:10:30,0 Stunden erstmals in der erst vierjährigen WM-Geschichte der Mixedstaffel an Frankreich, das 6,2 Sekunden vor Schweden ins Ziel kam. Der entthronte Titelverteidiger Deutschland lag am Donnerstag 9,0 Sekunden zurück.

Den möglichen Sieg vergab das deutsche Quartett am Schießstand. Mit elf jeweils zehn Sekunden dauernden Nachladern benötigten die Deutschen fünf Reservepatronen mehr als die Franzosen und sogar acht mehr als Schweden. „Die Medaille ist aber eine wunderbare Sache. Da will ich nichts kritisieren“, sagte Herren-Bundestrainer Frank Ullrich zum Staffel-Auftritt.

Als Vater des Erfolgs konnte sich im 21 Jahre alten WM-Neuling Arnd Peiffer ausgerechnet der jüngste des Quartetts fühlen. Er hatte nach soliden Vorstellungen von Andrea Henkel und Simone Hauswald, die erst fünf Stunden vor dem Start ihren Einsatz anstelle der leicht erkrankten Magdalena Neuner erfahren hatte, den Rückstand auf die Spitze um fast eine Dreiviertelminute auf 4,5 Sekunden verkürzt. Als einziger des deutschen Quartetts lief der zur Oberhofer Trainingsgruppe von Mark Kirchner gehörende Dritte der Junioren-WM Rundenbestzeit.

„Ich hatte ein bisschen Angst vorm Liegendschießen, weil der Wind im Vergleich zum Anschießen gewechselt hatte“, bekannte der 1,85 Meter große Hüne. „Doch dann ist mir ein richtig toller Wettkampf gelungen. Es hat Spaß gemacht, hier zu laufen“, bemerkte Peiffer überglücklich nach der drittschnellsten Einzelzeit der gesamten Konkurrenz. „Bei meiner ersten WM gleich eine Medaille. Besser kann die Ausbeute nicht sein. Ich freue mich riesig“, sagte er.

Schlussläufer Michael Greis kam sogar als Spitzenreiter zum letzten Schießen, musste aber dreimal nachladen. „Mit der dritten Reservepatrone musste ich treffen. Ich wusste: eine Strafrunde könnte Blech bedeuten, ein Treffer aber Bronze und ich habe gedacht bitte, bitte Bronze“, sagte der dreimalige Olympiasieger im Ziel nach je zweimal 6 Kilometer für die Damen und 7,5 Kilometer für die Herren.

Startläuferin Henkel hatte beim Stehendschießen zwei Reservepatronen benötigt und beendete die Startrunde mit 22,7 Sekunden Rückstand als Fünfte. „Heute haben die Oberschenkel ganz schön gebrannt. Es war brutal stumpf“, schimpfte die Großbreitenbacherin. „Blöd, die letzte Scheibe wollte einfach nicht fallen. Der Fehler war knapp, doch vorbei ist vorbei“, bewertete sie ihren Auftritt am Schießstand.

Simone Hauswald hatte um elf Uhr beim Frühstück erfahren, dass sie für Magdalena Neuner einspringen musste. „Ich denke, ich habe die Situation ganz gut gemeistert. Es ist nicht einfach, so schnell auf Wettkampf umzustellen“, meinte die Skijägerin von der Schwäbischen Alb, die Arnd Peiffer mit 47,4 Sekunden Rückstand auf Platz vier in die Loipe geschickt hatte.

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