Biathlon: Sieben Medaillen anvisiert

Deutsche Stars sollen in Südkorea abräumen. "Michi Greis und vier unserer Mädels können zu WM-Stars werden."
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Anlegen, zielen, treffen, Gold holen: Die Aufgabe von Biathlon-Ass Michael Greis.
dpa Anlegen, zielen, treffen, Gold holen: Die Aufgabe von Biathlon-Ass Michael Greis.

PYEONCHANG - Deutsche Stars sollen in Südkorea abräumen. "Michi Greis und vier unserer Mädels können zu WM-Stars werden."

Einen Grand mit vier Assen kann Uwe Müssiggang ab Samstag bei der Biathlon-WM spielen, in Frank Ullrichs Spiel sollen zwei Buben stechen. „Mit den beiden vorjährigen Dreifach-Weltmeisterinnen Magdalena Neuner und Andrea Henkel, mit Kati Wilhelm und Martina Beck, die in diesem Winter auch schon Weltcups gewonnen haben, können vier unserer Mädchen zu den WM-Stars werden“, sagte Frauen-Bundestrainer Müssiggang. Männer-Chef Ullrich traut das dem dreimaligen Olympiasieger Michael Greis zu, hofft aber auch, „dass sich Michael Rösch im Kampf um die Podestplätze gut einbringen kann“.

Den Optimismus begründen die beiden Trainer mit dem „prima Vorbereitungslehrgang, in dem das 'Wir-Gefühl' deutlich gewachsen ist“ (Ullrich) und den Trainingseindrücken. „Das Quartett liegt auf hohem Niveau ganz eng zusammen“, sagte Müssiggang zu seinen Top- Athletinnen. Jeweils zwei Einzel- und eine Staffel-Medaille haben sie als WM-Ziel für ihre Mannschaften ausgegeben. Macht also sieben Mal Edelmetall.

Beide Bundestrainer warnen aber auch davor, die Erwartungen zu hoch zu hängen. „Wenn Männer wie die Norweger Emil Hegle Svendsen und Ole Einar Björndalen, dem man trotz bisher nicht so überragender Ergebnisse nie abschreiben darf, oder der Pole Tomasz Sikora einen Lauf haben, können sie die WM dominieren. Das könnte aber auch 'Michi' Greis. Er ist stark im Kommen“, bemerkte Ullrich. Müssiggang nannte als Anwärter auf die Star-Rolle in Südkorea neben seinem Quartett auch die beiden Schwedinnen Helena Jonsson und Anna-Carin Olofsson-Zidek, die Finnin Kaisa Mäkäräinen, Tora Berger aus Norwegen und die Weißrussin Darya Domratschew. „Was mit den Russinnen passiert, muss man abwarten“, ergänzte er.

Drei positive A-Proben nach den Doping-Kontrollen am Rande des Weltcups im schwedischen Östersund haben in der vergangenen Woche für Unruhe im Biathlon-Lager gesorgt. Aus rechtlichen Gründen kann die Internationale Biathlon-Union (IBU) die betroffenen Athleten noch nicht nennen. Erst wenn die inzwischen von den Skijägern beantragte Analyse der B-Probe ebenfalls einen positiven Doping-Befund bringt, kann die IBU die dann fälligen Strafen (zwei Jahre Sperre, Streichung aller Ergebnisse und Rückzahlung der Prämien) aussprechen. „Natürlich wird darüber in der Mannschaft diskutiert“, bestätigte der neunmalige Weltmeister Ullrich. Gut sei es, dass die Doping- Fahnder den „schwarzen Schafen“ wieder einen Schritt näher gekommen sind. Die deutschen Skijägerinnen hielten sich bisher mit Aussagen zu den möglichen Doping-Fällen zurück. „Im Vorjahr haben wir selbst spüren müssen, wie schlimm unbewiesene haltlose Verdächtigungen sein können“, begründete Müssiggang das Warten auf offizielle Ergebnisse.

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