Kandahar Weltcup – ein Mythos

Am vergangenen Wochenende war es wieder soweit. Die skibegeisterte Welt blickte nach Garmisch-Partenkirchen, wo alljährlich das weltberühmte Kandahar Rennen stattfand. Ein Ort, vier Rennen, ein Mythos.
| Ulrike Draeger
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Das Ziel beim Kandahar Weltcup.
Ulrike Draeger Das Ziel beim Kandahar Weltcup.

An diesem Wochenende machten die Herren den Anfang, währenddessen sich die Frauen noch bis zum kommenden Wochenende gedulden müssen und hoffen, dass der restliche Schnee noch solange mitmacht.

 

Die Kandahar – eine der anspruchsvollsten Rennstrecken

 

Strahlender Sonnenschein, für diesen Winter fast perfekte Pistenverhältnisse am Samstag, als die Abfahrt der Herren anstand. Die Kandahar Abfahrt gilt als eine der anspruchsvollsten Rennstrecken im alpinen Skiweltcup unter anderem wegen des legendären „Freien Falls“- mit einem Gefälle von 92 Prozent ist sie die seit 2009 steilste Strecke im gesamten Weltcup.

Leider musste dieser Streckenabschnitt diesmal wegen des Schneemangels ausgelassen werden und über die alternative Kandahar Strecke umfahren werden. Eine Top Stimmung herrschte im Stadion im Zielbereich, wo als Highlight in diesem Jahr erstmalig die Skylounge aufgebaut wurde.

In 20 Metern Höhe hat der Zuschauer einen 360 Grad Rundumblick aus der verglasten Lounge auf die Strecke. Maximal 60 Personen haben darin Platz, Getränke und Snacks sind inklusive – allerdings zu einem Ticketpreis von 175,- Euro pro Person. Überraschungssieger wurde ein Norweger – die siegreiche Nation in dieser Saison.

Der 23-jährige Aleksander Aamondt Kilde feierte seinen ersten Weltcup Sieg überhaupt. Doch auch das deutsche Ergebnis konnte sich sehen lassen. Andreas Sander erreichte mit dem 8. Platz das beste Ergebnis seiner Karriere und setzte seinen Aufwärtstrend fort.

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Am Samstagabend fand im Zentrum Garmischs vor der Spielbank vor großem Publikum die Startnummernauslosung für den Riesenslalom am Sonntag statt. Die beiden Lokalmatadore Felix Neureuther und Fritz Dopfer wurden mit tosendem Beifall vom heimischen Publikum zum „Rennen dahoam“ begrüßt und gaben geduldig Autogramme.

Schon da begann das Zittern aufgrund der katastrophalen Wettervorhersage für den Sonntag. 180 Helfer schufteten dann am Sonntag ab 4.30 Uhr in der Früh, um den 20 Zentimeter hohen nassen Neuschnee zu beseitigen. Lange sah es so aus, als könnte die FIS grünes Licht geben. Um 10.05Uhr, knapp eine halbe Stunde vor dem Start hieß es dann aber endgültig „Race cancelled“.

Der Zustand der Strecke machte ein sicheres Rennen unmöglich. Für das Organisationskomitee und den veranstaltenden Skiclub Garmisch eine Katastrophe, zum einen finanzieller Art, aber auch für die Zuschauer, die sich schon trotz des Regens im Zielbereich zahlreich versammelt hatten und natürlich für die Athleten vor allem die beiden heimischen.

 

Hoffnung auf die Damen Rennen

 

Nach der Absage ist vor den nächsten Rennen. Schon seit Montagmorgen stehen die Helfer wieder parat, um die Piste in einem befahrbaren Zustand zu versetzen. Die Siege der vergangenen Wochen von Victoria Rebensburg lassen auf gute Stimmung und gute Ergebnisse hoffen.

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