Kitzbühel: Im Schleichgang durch die Mausefalle

Zu Fuß über die die legendäre Streif in Kitzbühel - das ist eine beeindruckende Wanderung, nicht nur für Ski-Fans.
| Christian Bonk
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Beeindruckender Blick vom Stref-Starthaus hinüber ins Kaisergebirge.
cb 4 Beeindruckender Blick vom Stref-Starthaus hinüber ins Kaisergebirge.
Info-Bildschirme bereichern die Wanderung entlang der Streif.
cb 4 Info-Bildschirme bereichern die Wanderung entlang der Streif.
Fast geschafft: Wer den Hausberg erreicht ist schon bald im Ziel.
cb 4 Fast geschafft: Wer den Hausberg erreicht ist schon bald im Ziel.
Verlaufen ausgeschlossen: Die Wanderrouten rund um Kitzbühel sind perfekt ausgeschildert.
cb 4 Verlaufen ausgeschlossen: Die Wanderrouten rund um Kitzbühel sind perfekt ausgeschildert.

Bei Skigebieten als sommerliches Wanderrevier scheiden sich die Geister. In Kitzbühel kann man allerdings auf beinahe heiligem Rasen wandeln – während einer einer geführten Tour oder in Eigenregie auf der legendären Streif.

Kitzbühel - Das Wanderrevier rund um Kitzbühel ist für Herbstwanderer nun um eine Attraktion reicher geworden. Die Touristiker des österreichischen Nobelortes haben nämlich die legendäre Skipiste Streif zum erlebnisreichen Wanderweg umfunktioniert. Bestückt mit Bildschirmen und Infotafeln können Wanderer mit oder ohne ortskundigen Führer die Streif erwandern.

Vom Starthäuschen mit seinem atemberaubenden Blick in die Mausefalle geht es teilweise über Treppen hinab ins Tal. Dabei ist die Mausefalle die erste Attraktion, die zu einem informativen Stopp einlädt. Auch ganz ohne Eispiste beeindruckt diese Schlüsselstelle des wohl berühmtesten Skirennens Europas. Kaum zu glauben, dass die Brett-Athleten nach einem knapp 80 Meter weiten Sprung ins Nichts buchstäblich die Kurve kriegen, und zwar fast 90 Grad nach links.

Nach der Mausefalle geht es rund

Mindestens ebenso spektakulär geht es weiter: die nächste beinahe 180 Grad messende Rechtskurve führt nämlich direkt in den Steilhang, der schon für Wanderer eine Herausforderung darstellt.

Sind diese beiden Schlüsselstellen bewältigt, geht es für kurze Zeit schon fast beschaulich zu (O-Ton Skilegende „Herminator“ Herrmann Maier: „langweiliger Streckenabschnitt“): Durchs Gschöss und die Alte Schneide heißt es nun gleiten und bloß nicht unnötig kanten. Wenige Wanderminuten später passieren wir die Seidlalm um dann über den Lärchenschuss weiter abzusteigen. Nächstes Highlight ist die Hausbergkante, über die die Rennläufer dann schließlich in den Zielschuss segeln, um eine gute Zeit ins Tal zu bringen.

Auch im Sommer ist die Streif faszinierend. Und wer selbst Ski fährt, der wird nach der Wanderung bestimmt noch mehr Hochachtung vor der Leistung der Streif-Rennläufer haben. Die Tour ist ideal kombinierbar mit dem einen oder anderen Gipfel, den man zuvor bezwingt. Einen idealen Rundblick über die Kitzbüheler Alpenwelt bietet beispielsweise der Steinbergkogel mit seinen 1972 Metern Höhe, den man in gut zwei Stunden von Kitzbühel über die Ehrenbachhöhe erreicht. So lässt sich das Erlebnis Streif in einen vierstündige Runde einbauen.

Infos, Wegbeschreibung und Tourenanmeldung: www.kitzbuehel.com

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