Nazi-Verdacht: Ruderin Drygalla reist ab

Eklat im deutschen Olympia-Team: Ruderin Nadja Drygalla hat das olympische Dorf verlassen - laut ARD steht sie im Verdacht, mit rechtsextremen Gedankengut zu sympathisieren.
| az/sid/dapd
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Eklat im deutschen Olympia-Team: Die Ruderin Nadja Drygalla hat das olympische Dorf in der Nacht zum Freitag verlassen - laut ARD steht sie im Verdacht, mit rechtsextremen Gedankengut zu sympathisieren.
dpa Eklat im deutschen Olympia-Team: Die Ruderin Nadja Drygalla hat das olympische Dorf in der Nacht zum Freitag verlassen - laut ARD steht sie im Verdacht, mit rechtsextremen Gedankengut zu sympathisieren.

Eklat im deutschen Olympia-Team: Die Ruderin Nadja Drygalla hat das olympische Dorf in der Nacht zum Freitag verlassen - laut ARD steht sie im Verdacht, mit rechtsextremen Gedankengut zu sympathisieren.

London - Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) gab in der Nacht zum Freitag bekannt, dass Drygalla das olympische Dorf verlassen habe. Genaue Gründe für die Abreise nannte der DOSB zunächst nicht.

„Heute erhielt die Mannschaftsleitung der Deutschen Olympiamannschaft Erkenntnisse zum privaten Umfeld der Rudererin Nadja Drygalla. Daraufhin habe ich im Beisein des Sportdirektors des Deutschen Ruderverbandes, Herrn Mario Woldt, ein ausführliches und intensives Gespräch mit unserem Mannschaftsmitglied geführt. Frau Drygalla hat am Ende unseres Gesprächs erklärt, dass sie das Olympische Dorf verlassen wird, um keine Belastung für die Olympiamannschaft entstehen zu lassen. Die Mannschaftsleitung begrüßt diesen Schritt“, sagte Michael Vesper, Chef de Mission der Deutschen Olympiamannschaft.

Frau Drygalla habe in dem Gespräch glaubwürdig bekräftigt, dass sie sich zu den Werten der Olympischen Charta und den in der Präambel der DOSB-Satzung niedergelegten Grundsätzen bekenne, so Vesper. „Wir werden nach den Olympischen Spielen noch im August ein weiteres Gespräch mit Nadja Drygalla führen. Danach werden wir gemeinsam die weitere Vorgehensweise besprechen und natürlich auch kommunizieren“, sagte DRV-Präsident Siegfried Kaidel.

Drygalla hatte mit dem deutschen Frauen-Achter den letzten Platz auf dem Dorney Lake belegt. Ein weiterer Start der 23-Jährigen war nicht vorgesehen. Laut Medienberichten der ARD steht die 23-Jährige im Verdacht, mit rechtsextremem Gedankengut zu sympathisieren. Die Ex-Polizistin soll demnach mit einem NPD-Funktionär liiert sein.

Drygalla seit Ende September keine Polizeianwärterin mehr

In der offiziellen Mannschafts-Broschüre des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) wird der Beruf von Drygalla noch mit Polizistin angegeben. Wie das Innenministerium in Mecklenburg-Vorpommern am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur dapd bestätigte, ist die 23-Jährige aber schon vergangenes Jahr aus dem Polizeidienst ausgeschieden. In einer Erklärung des Ministeriums heißt es:

„Mit Wirkung vom 30.09.2011 beendete Frau Nadja Drygalla bereits ihren Vorbereitungsdienst an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in Güstrow vorzeitig. Nadja Drygalla ist somit keine Polizeibeamtin und auch kein Mitglied in der Sportfördergruppe der Landespolizei. Zu Mutmaßungen und Gerüchten im Zusammenhang mit den persönlichen Lebensverhältnissen von ehemaligen Polizeianwärtern nimmt das Innenministerium grundsätzlich keine Stellung.“

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