Langehanenberg verpasst Einzel-Medaille

Dressur-Reiterin Helen Langehanenberg reitet knapp an Bronze vorbei und erhält im Dressur-Einzel den undankbaren vierten Platz. Sie liegt nur 0,036 Prozentpunkte hinter der Bronze-Gewinnerin Laura Bechtolsheimer.
| dapd
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Dressur-Reiterin Helen Langehanenberg reitet knapp an Bronze vorbei und erhält im Dressur-Einzel den undankbaren vierten Platz. Sie liegt nur 0,036 Prozentpunkte hinter der Bronze-Gewinnerin Laura Bechtolsheimer.

London - Blech statt Bronze: Die deutsche Dressur-Reiterin Helen Langehanenberg ist bei den Olympischen Spielen in London nur knapp an einer Medaille im Einzel vorbei geritten. Die 30-Jährige landete am Donnerstag im Greenwich Park in der Kür mit Damon Hill auf dem undankbaren vierten Platz. Neue Olympiasiegerin ist die Britin Charlotte Dujardin mit Valegro. Silber sicherte sich die Niederländerin Adelinde Cornelissen mit Parzival, Bronze ging an Dujardins britische Kollegin Laura Bechtolsheimer auf Mistral Hojris.

Jede Sekunde genossen

Und es war am Ende denkbar knapp. Ganze 0,036 Prozentpunkte lag Langehanenberg in der Endabrechnung hinter der Drittplatzierten Bechtolsheimer. Trotzdem war die 30-Jährige mit sich, ihrer Leistung und ihrem Damon Hill rundum zufrieden. „Ich habe noch einmal versucht, jede Sekunde im Parcours zu genießen. Es gab nur einen kleinen Moment in der Piaffe, wo er nicht so wollte“, sagte Langehanenberg. Das Team sei aber während der Spiele noch mehr zusammengewachsen. „Es ist fast ein bisschen Wehmut dabei, dass es jetzt vorbei ist. Ich hoffe, dass so etwas noch mal passiert.“

Für Bundestrainer Jonny Hilberath waren die ersten Olympischen Spiele für die deutschen Dressurreiter ohne Einzel-Medaille seit 60 Jahren trotzdem „eine große Freude. Das war gefühlt wie Bronze, aber knapp daneben ist auch vorbei. Alle drei Mädels sind fantastisch geritten“. Seine Bilanz fiel deshalb auch mehr als positiv aus: „Die Gesamtleistung hat meine persönliche Erwartung übertroffen.“

84,303 Prozentpunkte bedeuteten für Langehanenberg zunächst den Spitzenwert, ehe die ihr noch folgenden Reiterinnen Bechtolsheimer (84,339), Cornelissen und Dujardin vorbeizogen. Wobei sowohl die neue Olympiasiegerin Dujardin (90,089) und Cornelissen (88,196) in einer anderen Liga ritten. Die beiden anderen deutschen Reiterinnen hingegen hatten mit der Medaillenvergabe nichts zu tun.

Sprehe überglücklich

Kristine Sprehe hatte zwar schon als erste deutsche Reiterin zu der Musik der britischen 80er-Jahre-Band „Tears for Fears“ eine mehr als ansprechende Kür abgeliefert. Sprehe strahlte, ihr Vater Paul jubelte und von Equipe-Chef Klaus Roeser gab es eine dicke Umarmung. 81,375 Prozentpunkte waren es am Ende, und Sprehe war überglücklich. „Ich bin super zufrieden. Vom Gefühl her war es die beste Kür die ich je geritten bin. Hut ab vor meinem Pferd“, sagte Sprehe. Doch im Gesamtklassement reichte es nur zu Platz acht.

Glücklich ist aber auch ihr Desperados, der mehr als ein Auge auf die Stute von Dorothee Schneider geworfen hat. „Man muss sogar aufpassen, wenn man zusammen abreitet. Es ist eine große Liebe“, bestätigte Sprehe. Und Diva Royal war offenbar beflügelt, denn Schneider kam in ihrer Kür auf starke 81,661 Prozentpunkte. Das reichte immerhin zu Rang sieben. Ganz zufrieden war Schneider aber nicht. „Sie ist toll gegangen, wir hatten aber ein paar kleine Fehler drin, die hätte man sich hier natürlich sparen können. Trotzdem bin ich ziemlich happy, alles gut“, sagte Schneider. Immerhin bleibt dem Trio die Silbermedaille, die sie am Dienstag im Mannschafts-Wettbewerb geholt hatten. 

 

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