Heimpleite, seltsame Ausreden und Randale

Unterhachings übliche Niederlage gegen Wacker Burghausen wird von Krawallen begleitet. Polizei nimmt sieben Ultras in Gewahrsam.
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Bild des Jammers: Anton Fink wird von Tobias Schweinsteiger getröstet.
sampics/Augenklick Bild des Jammers: Anton Fink wird von Tobias Schweinsteiger getröstet.

Unterhachings übliche Niederlage gegen Wacker Burghausen wird von Krawallen begleitet. Polizei nimmt sieben Ultras in Gewahrsam.

UNTERHACHING Es war ein Traumstart für die SpVgg Unterhaching: Die Rückrunde in Liga drei hatte mit Siegen gegen die Topteams Paderborn und Düsseldorf begonnen. Doch seit Samstag ist es erstmal vorbei mit der Herrlichkeit: Angstgegner Burghausen – der letzte Sieg der SpVgg im Duell mit Wacker liegt über fünf Jahre zurück, damals gewann Haching 2:0 bei den Weiß-Schwarzen – siegte im Sportpark vor 3200 enttäuschten Zuschauern 2:0 (Tore: Cappek und Mitterhuber). Nichts wars mit der Revanche für die 1:5-Hinspielpleite...

Woran’s gelegen hat? Ex-Löwe Roman Tyce hatte eine überaus seltsame Ausrede für das Scheitern der Truppe von Trainer Ralph Hasenhüttl parat – den Frühlingseinbruch. „Vielleicht waren wir von der Sonne überrascht“, erklärte der Tscheche, „wir hatten zuletzt nur Schnee und jetzt war plötzlich wieder Sommer. Vielleicht sollten wir eine Woche nach Spanien fahren. Das war heute nur Durchschnitt.“

Für die Spielvereinigung bedeutet die Niederlage, dass nun vier Punkte zwischen ihr und der Spitzengruppe liegen. Restlos bedient war nach der Niederlage Coach Hasenhüttl. „Wir haben es aufgrund der mangelnden kämpferischen Zweikampfeinstellung nicht geschafft, diesen Gegner zu Hause zu besiegen“, sagte der Österreicher, „ich habe immer gesagt: Wir sind dann eine sehr gute Mannschaft, wenn wir diese Tugenden ins Spiel werfen." Vielleicht hat man sich durch die beiden Siege zum Rückrundenstart zu sicher gefühlt? „Wir haben einfach zu wenig dafür getan, um das Spiel zu gewinnen", übte Haching–Rückkehrer Francisco Copado Selbstkritik. Und weiter: „Das Spiel ist ein Rückschlag, aber das wird uns nicht umhauen."

Ungewöhnlicher als die neue Pleite gegen Burghausen waren übrigens die Krawalle im Umfeld. Im ansonsten beschaulichen Unterhaching hatten bereits vor dem Anpfiff elf (!) Mitglieder der Ultras Unterhaching die Konfrontation mit den rund 500 Burghausen-Anhängern gesucht. Nach dem Spiel wurde ein Zuschauer dabei beobachtet, wie er versuchte, einen Gegenstand aufs Spielfeld zu werfen. Die Polizei nahm sieben Personen in Gewahrsam, vier weitere wurden vorübergehend festgenommen. Gegen sechs Personen wurde Anzeige erstattet.

Reinhard Franke

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