BMW Open: Alles neu am Aumeister

Michael Mronz, der neue Veranstalter der BMW Open, spricht über die Pläne für das Turnier – und hat die Zusage von Tommy Haas.
| Thomas Becker
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München - Das Unwort, es wollte einfach nicht fallen. Mit beachtlichem diplomatischen Geschick umschifften alle Beteiligten zumindest im offiziellen Teil diesen einen Namen: Steeb. Vorname Carl-Uwe, genannt Charly. Im vergangenen Jahr war der Ex-Daviscup-Sieger noch der Veranstalter der BMW Open, dem ATP-Tennisturnier auf der Anlage des MTTC Iphitos. Im Jahr 2014 will kaum noch jemand seinen Namen in den Mund nehmen.

Schließlich hat man ja längst einen Nachfolger mit ebenfalls klingendem Namen gefunden: Michael Mronz, Geschäftsführer der MMP Veranstaltungs- und Vermarktungs GmbH. Und Gatte von Guido Westerwelle. Zum Thema Steeb sagt er in kleiner Runde: „Wenn jemand am Boden liegt, muss man nicht noch auf ihm rumtrampeln.“

Das Sandplatzturnier vom 28. April bis zum 4. Mai wird heuer erstmals von Mronz organisiert. Er hat nach der Pleite von Steebs Sportvermarktungsfirma das Ruder am Aumeisterweg übernommen, ausgestattet mit einem Dreijahresvertrag. Aus der Zeitung habe er von Steebs Desaster erfahren und sich daraufhin bei Iphitos beworben, erzählt Mronz bei der Pressekonferenz im Hotel Park Hilton. Zum Thema Steeb sagt er nur so viel: „Wir können nicht für die Vergangenheit sprechen, sondern nur für die Zukunft. Unsere Partner vertrauen uns, und das freut uns. Ich habe zu Charly Steeb immer ein gutes Verhältnis gehabt und kenne ihn als fairen Sportsmann. Geschäftlich habe ich aber nie mit ihm zusammengearbeitet und kann die Hintergründe nicht beurteilen.“

Das kann Peter Bosch, der Vorsitzende des MTTC Iphitos, wohl auch nicht. Aus seiner Sicht verlief das vergangene Jahr folgendermaßen: „Vor acht Monate war ich sehr zufrieden, dachte mir: super Turnier, alles richtig gemacht. Vor fünf Monaten war das dann nicht mehr so. Das war ein Riesen-Schock. Vor drei Monaten war ich dann wieder zuversichtlich, und heute fühle ich Sicherheit.“

Das dürfte damit zusammenhängen, dass für die 99. Ausgabe des Traditionsturniers neben dem Hauptsponsor BMW auch wieder der wegen Steeb ausgestiegene Finanzdienstleister FWU als Presenting-Sponsor mit an Bord ist. Mit Rolex konnte zudem ein weiter Big Player gewonnen werden. Ein „Familienturnier“ soll es laut Mronz 2014 werden. Entsprechende Ticketangebote seien zu erwarten. Auch neu: das „After work match of the day“ nicht vor 17 Uhr.

Mronz zählt zudem weiter auf Turnierdirektor Patrik Kühnen, der einen Kontrakt bis 2016 erhielt. „Ich schätze ihn nicht nur wegen seinem Know-how, sondern auch als Mensch. Er ist bereit, das Beste für diese Veranstaltung herauszuholen“, so Mronz. Der frühere Davis-Cup-Teamchef will nach Tommy Haas weitere Größen für München gewinnen. Einen Grund mehr für einen Start gibt es jedenfalls: Das Preisgeld wird von 467.000 auf rund 485.800 Euro angehoben.

 

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