Wer hilft hier wem?

Sebastian Vettel könnte seinem Teamkollegen Mark Webber zum Titel verhelfen. Doch was wäre, wenn er selbst in der letzten Runde noch Chancen hätte? Auf wen könnte er dann setzen?
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Dreikampf um die WM: Mark Webber, Sebastian Vettel und Fernando Alonso (v.l.).
dpa Dreikampf um die WM: Mark Webber, Sebastian Vettel und Fernando Alonso (v.l.).

Sebastian Vettel könnte seinem Teamkollegen Mark Webber zum Titel verhelfen. Doch was wäre, wenn er selbst in der letzten Runde noch Chancen hätte? Auf wen könnte er dann setzen?

ABU DHABI Okay, so eine Konstellation gab es noch nie. Vor dem Saisonfinale in Abu Dhabi am Sonntag (14 Uhr, RTL und Sky live) haben in Fernando Alonso, Mark Webber, Sebastian Vettel und Lewis Hamilton noch vier Piloten rechnerische Chancen auf den Titel. Und so diskutiert eine Branche, in der eigentlich Einzelkämpfer, pure Vollgas-Egoisten regieren, über Sinn und Notwendigkeit von Solidarität und Hilfe. Schließlich kann nicht nur Sebastian Vettel seinen Teamkollegen Mark Webber zum Titel verhelfen. Die AZ dokumentiert, wer in Abu Dhabi Hilfe von wem erwarten könnte.

Fernando Alonso (246 Punkte):

 Der Spanier ist wohl der größte Egomane in der Vollgasbranche – und stolz darauf. Er hat vom ersten Tag an die Kontrolle über Ferrari übernommen, seinen Teamkollegen Felipe Massa hat er sich spätestens in Hockenheim untertan gemacht, als der Brasilianer ihm Platz machen musste. Alonso hat ansonsten aber bis auf seinen Pokerkumpel Robert Kubica (Renault) nicht viele Freunde im Fahrerlager. Ob der freiwillig Platz machen würde?

Mark Webber (238 Punkte):

Der Australier muss acht Punkte aufholen, ist dabei womöglich auf Vettels Hilfe angewiesen: Sollte er gewinnen, dürfte der Spanier maximal Dritter werden. Der 34-Jährige ist beliebt im ganzen Fahrerlager, die meisten Piloten würden ihm den Titel gönnen. Selbst Vettel mag ihn eigentlich – wenn auch nicht unbedingt als Teamkollegen.

Sebastian Vettel (231 Punkte):

Wäre mit ein bisschen weniger Pech und ein bisschen weniger Temperament längst Weltmeister. Hat im Fahrerlager keine Feinde, sein Lausbubencharme und seine Unbekümmertheit kommen auch bei den Rivalen an. Würde seine Position bei Red Bull noch weiter stärken, wenn er Webber zum Titel verhilft. Hätte selbst im Fall der Fälle die deutschen Piloten hinter sich. Nur Michael Schumacher, obwohl Fan und Freund Vettels, ist in der Zwickmühle und muss wohl aus alter Ferrari-Verbundenheit neutral bleiben.

Lewis Hamilton (222 Punkte):

Der Brite hat nur noch theoretische Chancen. Er müsste gewinnen, Alonso punktelos bleiben und Webber und Vettel höchstens Sechster und Dritter werden. Kann keine Hilfe erwarten – und tut dies auch nicht. „Ich habe nichts zu verlieren“, sagt er, „ich gebe einfach Vollgas.“

fil

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