Vettels Abbey zickt noch

Der Weltmeister schlägt sich vor dem zweiten Rennen der Saison in Sepang mit Problemen an seinem neuen Red Bull-Boliden herum. Sportchef Marko: „Wir verstehen das Auto nicht optimal”
| Abendzeitung
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SEPANG So eine richtige Liebesbeziehung ist es noch nicht, das Verhältnis zwischen Sebastian Vettel und seiner Abbey. Der Formel-1-Doppelweltmeister und sein aktueller Bolide haben noch mit Kommunikationsproblemen zu kämpfen. „Das Problem ist immer noch da”, gab Vettel nach den Trainingseinheiten zum Großen Preis von Malaysia am Sonntag (10 Uhr, RTL und Sky live) zu. „Das liegt bei uns daran, dass wir das Auto noch nicht optimal verstehen”, meinte Red Bulls Motorsportdirektor Helmut Marko.

Red Bull und Vettel finden beim RB 8 nicht die richtige Einstellung, um die Probleme bei der Fahrzeug-Balance zu beheben. Rang zehn beim zweiten Training war die Folge. In der Kombination beider Trainingseinheiten kam Vettel aber immerhin auf Rang drei hinter McLaren-Pilot Lewis Hamilton – und Michael Schumacher, mit dem in dieser Saison wohl wirklich gerechnet werden muss.

Vettel aber wirkte nach den Einheiten am Freitag zwar alles andere als verzweifelt, aber doch ziemlich ratlos. „Am Nachmittag wäre ich schon gerne näher dran gewesen. Aber letztlich ist das nur eine Runde und nicht so aussagekräftig”, meinte er. Die traumwandlerische Sicherheit, mit der er im Vorjahr in 15 von 19 Rennen auf die Pole Position gefahren war, hat der 24-Jährige mit seiner Abbey einfach noch nicht erreicht. Das Auto zickt noch, es rutscht ihm zu viel, ist unruhig in den Kurven und scheint die neue Reifengeneration zu sehr zu beanspruchen.

„Es war wichtig, dass wir viel gefahren sind”, sagte Vettel nach insgesamt drei Stunden Training, in denen er nicht erwartet hatte, alle Probleme zu lösen. Allerdings habe das Team „ein bisschen mehr verstanden, ein bisschen mehr gelernt, gewisse Dinge bestätigt”. Allerdings fügte er gleich hinzu: „Ich denke jedoch, dass wir etwas zu viel rutschen und würde mir wünschen, dass das Auto etwas stabiler ist. Das Potenzial ist vorhanden, aber wir müssen es noch abrufen. Wir werden sehen, was wir morgen erreichen können. Ich hoffe, dass wir noch einen Schritt nach vorne machen können.”
Der ist auch nötig, um am Samstag im Qualifying (9.00 Uhr MEZ/RTL und Sky live) mit Hamilton mitzuhalten, der schon in Melbourne auf der Pole gestanden hatte. In Malaysia war der Brite wieder auf einer Runde schnell unterwegs, hatte aber Probleme mit dem Renntrimm. Bei seinem Teamkollegen, dem Melbourne-Sieger Jenson Button war es genau umgekehrt.

Wie Vettel, 2010 und 2011 Sieger in Malaysia, nutzten auch die Silberpfeil-Piloten den Freitag, um die Gründe für die in Melbourne aufgetretenen Reifenprobleme zu finden. „Unser Ziel war es, daran zu arbeiten und die Situation zu verbessern. Ich glaube, das haben wir geschafft”, sagte Schumacher. Seinen zweiten Rang im Training wollte der Rekordweltmeister aber nicht überbewerten. „Ich glaube nicht, dass wir heute alle mit ihrem maximalen Potenzial gesehen haben”, sagte er und meinte mit Blick auf das Qualifying: „Ich denke, der fünfte oder sechste Platz ist das Maximum, das wir erreichen können.” Für Vettel wäre dies wohl schon zu wenig. 

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