Training in Spa: Vettel meldet sich auf Eins zurück

Noch ehe ihn ein Plattfuß bremste, hatte sich Sebastian Vettel standesgemäß mit der ersten Tagesbestzeit nach der vierwöchigen Formel-1-Sommerpause zurückgemeldet.
| dpa
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Spa-Francorchamps - Der dreimalige Weltmeister drehte am Freitagnachmittag im zweiten Freien Training die schnellste Runde auf dem legendären Kurs in Spa-Francorchamps. Vettel verwies seinen Red-Bull-Teamkollegen Mark Webber um 59 Tausendstelsekunden auf den zweiten Platz, bevor ihm im rechten Hinterreifen die Luft ausging.

"Plattfuß, Plattfuß, hinten links. Nein, sorry, hinten rechts", funkte Vettel an die Box. Gut für den Heppenheimer: Weit hatte er es nicht mehr bis in die Red-Bull-Garage. Über die genaue Ursache für den kaputten Reifen wurde zunächst nichts bekannt. Vettels Trainingssession war durch den Defekt aber vorzeitig beendet.

Die restlichen 20 Minuten reichten den Verfolgern aber auch nicht mehr, um den Spa-Sieger von 2011 beim ersten Warmfahren für das Rennen abzufangen. Der WM-Zweite Kimi Räikkönen kam im Lotus auf Rang Sechs, der WM-Dritte Fernando Alonso wurde im Ferrari dahinter Siebter. Lewis Hamilton, Vierter im Klassement, belegte Platz Zwölf. Am Morgen hatte auf nasser Strecke noch Alonso die schnellste Runde hingelegt, Vettel hatte sich im leichten Regen in den Ardennen mit Rang sechs begnügt.

Nach der Mittagspause gab der 26-Jährige aber Gas auf dem 7,004 Kilometer langen Kurs. Zügig machte Vettel, der sich unter seinem Helm auch keine nervigen Fragen mehr über seine auffallend erblondeten Haare anhören musste, das, wofür er in der Sommerpause neue Kraft gesammelt hatte. Er setzte sich an die Spitze des Feldes.

An seine Bestmarke von 1:49,331 Minuten für seine schnellste Runde auf dem längsten Kurs im Formel-1-Kalender kam niemand mehr ran. Räikkönen, der nach der krankheitsbedingten Absage seiner Medientermine wieder genesen im Lotus Platz nahm, wies bereits einen zeitlichen Rückstand von fast einer Sekunde auf. Alonso brauchte sogar 1,179 Sekunden mehr als Vettel, Hamilton war 1,420 Sekunden langsamer.

Allerdings nutzen die Teams die Trainings am Freitag auch immer zu unterschiedlichen Abstimmungen der Wagen, so dass die Aussagekraft der Zeiten relativ ist. So sagen auch die Ränge neun von Nico Rosberg im zweiten Mercedes sowie elf von Adrian Sutil. Der Gräfelfinger hatte am Morgen auf feuchter Strecke Platz drei im Force India eingenommen. Sauber-Pilot Nico Hülkenberg wurde am Nachmittag im Trockenen 13.

Landsmann Vettel fehlten letztlich die 20 Minuten, um seine "Hungry Heidi" für die Qualifikation an diesem Samstag und das Rennen am Sonntag weiter in Form zu bringen. Vor dem elften von 19 Rennen hat Vettel 38 Punkte Vorsprung auf Räikkönen, Alonso fehlen 39 Zähler. Hamilton hat 48 Zähler Rückstand auf den freitäglichen Zwangskurzarbeiter Vettel.

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