Sutils letzte Chance

Der Gräfelfinger Adrian Sutil wird am Donnerstag nach mehr als einem Jahr Pause wieder einen Boliden steuern. Wenn er das letzte freie Cockpit nicht bekommt, ist seine Formel-1-Karriere vorbei
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BARCELONA Am Donnerstag wird Adrian Sutil endlich mal wieder zu Hause sein. Nicht in Gräfelfing, wo der Rennfahrer herkommt. Sondern in der Formel 1.

Am Donnerstag wird der 30-Jährige nach mehr als einem Jahr Pause wieder einen Formel-1-Boliden über eine Rennstrecke jagen. Bei den Testfahrten in Barcelona darf Sutil vorfahren – und sich bei Force India für ein Cockpit für die kommende Saison empfehlen.

„Er ist sehr, sehr glücklich, dass er Platz nehmen darf”, sagte Sutils Manager und Vertrauter Manfred Zimmermann. Sutil sei dankbar für diese Gelegenheit. Nun hoffe er weiter, auch den zweiten Platz als Stammpilot zu ergattern.

Zuvor hatte Ungewissheit über die Fahrerbesetzung geherrscht. Sutil ist für die Tests am Donnerstag vorgesehen. Stammfahrer Paul di Resta wird den VJM06 zum Auftakt am Dienstag und Mittwoch über die Strecke lenken. Am Freitag darf der Franzose Bianchi ran.

Vieles deutet daraufhin, dass der Gräfelfinger und Bianchi um das letzte freie der insgesamt 22 Cockpits in der Königsklasse des Motorsports antreten. Der Franzose hatte bei den Auftakttests in der vergangenen Woche in Jerez de la Frontera einen guten Eindruck hinterlassen. Der 23-Jährige aus der Ferrari-Fahrerakademie war in der vergangenen Saison bereits Ersatzpilot bei Force India. Als einziger Stammfahrer steht einen Monat vor dem Auftakt am 17. März in Melbourne der Brite di Resta fest.
Seit weit über zwei Monaten zieht sich die Besetzung des zweiten Cockpits bei Force India hin, nachdem der Emmericher Nico Hülkenberg das Team verlassen und beim Schweizer Sauber-Rennstall angeheuert hatte.

Bis Ende 2011 war Sutil bereits für Force India gefahren, hatte dann aber keinen neuen Vertrag bekommen. 2012 musste er gezwungenermaßen pausieren. Hinzu kam seine Verurteilung zu anderthalb Jahren Haft auf Bewährung wegen gefährlicher Körperverletzung nach einem auch im Nachhinein noch seltsam anmutenden und so gar nicht zum passionierten Pianisten Sutil passen wollenden Disco-Streit im April 2011 in Shanghai.

Wer weiß, ob er ohne diesen Zwischenfall überhaupt die Zwangspause hätte einlegen müssen. Sollte es jetzt nicht klappen mit der Rückkehr in die Formel 1, wird sich Sutil anderweitig umsehen. Die amerikanischen Rennserien sind eine Option.

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