Sutil schielt auf Ferrari-Cockpit

Der Gräfelinger will zurück in die Formel 1 und am liebsten Felipe Massa beerben
| Markus Merz
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Misslungener Saisonauftakt: Adrian Sutil:
dpa Misslungener Saisonauftakt: Adrian Sutil:

KÖLN Das letzte Renn-Highlight für Adrian Sutil liegt schon etwas länger zurück. Und auch dieser Einsatz dürfte für den vertragslosen Formel-1-Piloten aus Gräfeling eher unbefriedigend gewesen sein. Beim Großen Preis von Deutschland Mitte Juli auf dem Hockenheimring chauffierte Sutil Zuschauer im Renntaxi über den Kurs. Seitdem „leide er wie ein ausgesetzter Hund”.

Damit dieser trostlose Zustand bald ein Ende hat, schaut sich Sutil nach freien Cockpits um und scheint fündig geworden zu sein. Jetzt hat er sich für das zweite Ferrari-Cockpit neben dem zweimaligen Weltmeister Fernando Alonso ins Gespräch gebracht. „Ferrari sucht einen zuverlässigen zweiten Mann, der regelmäßig Punkte bringt. Ich traue mir das zu”, sagte der 29-Jährige der „Bild”. Der italienische Rennstall soll seit einiger Zeit unzufrieden mit der Leistung Felipe Massas sein und diesen in der kommenden Saison ersetzen wollen. Der 31-jährige Brasilianer liegt nach zwölf Rennen nur auf Platz elf der Fahrerwertung und hat lediglich 35 Punkte gesammelt.

Sutil hatte sein Team Force India Ende des vergangenen Jahres verlassen, während er sich in einem Prozess wegen Körperverletzung verantworten musste. Im Januar dieses Jahres wurde er verurteilt. Hartnäckig halten sich derweil Gerüchte, Nico Hülkenberg, Nachfolger Sutils bei Force India, könne in der kommenden Saison Massas Cockpit übernehmen. Hülkenberg hatte hierfür am Sonntag mit Platz vier in Spa (Belgien) Eigenwerbung betrieben. Sutil war im Januar verurteilt worden, weil er im April 2011 in einer Diskothek in Shanghai den Geschäftsmann Eric Lux, Teilhaber des damaligen Renault- und heutigen Lotus-Teams, mit einem Glas am Hals verletzt hatte. Sowohl Sutils Anwälte als auch die Staatsanwaltschaft München legten gegen das Urteil, das neben der Bewährungs- auch eine Geldstrafe in Höhe von 200 000 Euro beinhaltet, zunächst Berufung ein – später wurde diese jedoch zurückgezogen.

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